February 27, 2020 / 1:27 PM / a month ago

BÖRSEN-TICKER-Aktien von Fluggesellschaften fallen weiter

Frankfurt, 27. Feb (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

14.18 Uhr - Die Papiere der Fluggesellschaften beschleunigen ihren Sinkflug. Die Lufthansa-Titel kosten mit 12,05 Euro 7,7 Prozent weniger als am Vortag und so wenig wie seit Januar 2017 nicht mehr. Die Air France-KLM-Aktien verbilligen sich um zehn Prozent auf 7,16 Euro, das ist der niedrigste Stand seit mehr als anderthalb Jahren. Auch die Papiere anderer Unternehmen wie Easyjet, Ryanair oder der British-Airways-Mutter IAG verlieren bis zu zwölf Prozent. Die Ausbreitung des Coronavirus in immer mehr Ländern schreckt Reisende ab, viele Airlines streichen Verbindungen vor allem nach China.

13.54 Uhr - Um 16,4 Prozent nach oben geht es im vorbörslichen Handel für die Aktien von Teladoc. Der Anbieter von Gesundheitsdienstleistungen im Internet und per App, dürfte von der Furcht vor einer Coronavirus-Epidemie in den USA profitieren, schrieben die Experten des Brokerhauses Cowen. Bereits im vierten Quartal berieten Ärzte über das Portal 44 Prozent mehr Patienten. Dem Unternehmen sei dabei die Grippewelle zugute gekommen.

13.51 Uhr - Der Dollar setzt seine Talfahrt fort, der Euro zieht um 0,8 Prozent an auf 1,0967 Dollar. Spekulationen auf sinkende Zinsen in den USA lasten auf dem Greenback.

12.14 Uhr - Das für Autokatalysatoren benötigte Palladium verteuert sich um 2,1 Prozent und ist mit 2847,50 Dollar je Feinunze so teuer wie nie. Es profitiere vom anhaltenden Nachfrageüberhang und der wegen der Coronavirus-Epidemie generellen Attraktivität der Edelmetalle, sagt Analyst Jigar Trivedi vom Brokerhaus Anand Rathi.

11.48 Uhr - Die Aktien des Auto-Zulieferers Dürr schnellen zeitweise fünf Prozent in die Höhe. Der Anlagenbauer profitiert von der steigenden Nachfrage nach Technik für Elektromobilität. Die Experten vom Bankhaus Lampe erklärten, der bereinigte Betriebsgewinn sei deutlich besser als erwartet. Zudem sei der Auftragseingang stark.

11.44 Uhr - Die Furcht vor den wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie für die Türkei und das militärische Engagement im benachbarten Bürgerkriegsland Syrien setzen der Währung des Landes weiter zu. Im Gegenzug steigen die Kurse von Dollar und Euro auf den höchsten Stand seit neun Monaten. Sie verteuern sich auf 6,1719 und 6,7565 Lira.

09.50 Uhr - Die Zalando-Aktien brechen um bis zu 9,3 Prozent ein und notieren mit 40,70 Euro auf dem niedrigsten Stand seit Mitte Dezember. Der Online-Modehändler rechnet für das laufende Jahr mit einem langsameren Wachstum. Mögliche negative Effekte aus der Coronavirus-Epidemie seien im Ausblick nicht enthalten, schreibt Thomas Mail, Analyst bei der DZ Bank. Die Geschäftsentwicklung könnte durch die Epidemie aber beeinträchtigt werden, wenn es zu Lieferverzögerungen komme.

09.36 Uhr - Die Furcht vor einer Coronavirus-Pandemie drückt den Ölpreis auf den niedrigsten Stand seit Januar 2019. Leichtes US-Öl kostet mit 47,82 Dollar je Barrel 1,9 Prozent weniger als am Vortag, Nordseeöl der Sorte Brent verbilligt sich um 1,7 Prozent auf 52,53 Dollar. Im Vergleich zum Vorwochenschluss hat sich Rohöl damit um etwa zehn Prozent verbilligt.

08.03 Uhr - Die Aktien des Chipausrüsters Aixtron geben im Frankfurter Frühhandel 7,2 Prozent nach. Die weltweite Konjunkturabkühlung hat dem Unternehmen 2019 einen Gewinnrückgang eingebrockt.

07.57 Uhr - Die Furcht vor einer weltweiten Corona-Pandemie drückt auf die US-Futures. Dow und S&P liegen je 1,4 Prozent im Minus, der Nasdaq gibt 1,5 Prozent nach.

07.39 Uhr - Zu den wenigen Gewinnern im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz gehört der Medizintechnikhersteller Drägerwerk. Die Aktien legen ein Prozent zu. Drägerwerk stellt unter anderem Atemschutzmasken her und verzeichnete zuletzt eine steigende Nachfrage.

07.30 Uhr - Der Dax notiert im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz 2,6 Prozent im Minus. Alle Werte notieren schwächer. Zu den größten Verlieren gehört die Lufthansa, deren Papiere 3,2 Prozent nachgeben. (Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 069 - 7565 1236 oder 030 - 2888 5168.)

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