January 27, 2020 / 2:01 PM / 21 days ago

BÖRSEN-TICKER-US-Fast-Food- und Kaffee-Ketten unter Druck

Frankfurt, 27. Jan (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

14.45 Uhr - Anleger kehren Fast-Food- und Kaffee-Ketten den Rücken, die Filialen in der vom Coronavirus besonders heimgesuchten chinesischen Region um die Stadt Wuhan haben. Im vorbörslichen US-Handel verloren Luckin Coffee rund neun Prozent. Yum China büßten sieben, Starbucks sowie McDonald’s ein bis zwei Prozent ein. Die Ketten hatten vergangene Woche angekündigt, ihre Filialen in Wuhan angesichts der Ausbreitung des neuen Erregers vorübergehend zu schließen.

13.50 Uhr - Angesichts der raschen Ausbreitung des Coronavirus in China decken sich Anleger mit Pharmawerten ein. Die Aktien von BioCryst, die ein Mittel gegen das Virus entwickeln, steigen im vorbörslichen US-Geschäft um 8,5 Prozent. Die Papiere des Impfstoff-Anbieters Novavax klettern um knapp 20 Prozent.

13.45 Uhr - In der Hoffnung auf einen Nachfrageschub wegen des Coronavirus steigen Anleger bei Alpha Pro Tech ein. Die Aktien des Anbieters von Mundschutz und Schutzmasken steigen im vorbörslichen US-Geschäft um gut 24 Prozent und sind mit 7,46 Dollar so teuer wie zuletzt vor rund fünf Jahren.

13.19 Uhr - Die rasche Ausbreitung des Coronavirus in China macht Anleger nervös. Der börsennotierte Fonds (ETF) von iShares mit chinesischen Standardwerten fällt im vorbörslichen US-Geschäft um 5,3 Prozent. Dies wäre der größte Tagesverlust seit seiner Einführung 2018.

12.51 Uhr - Auch in den USA werfen Anleger angesichts von Sorgen vor den Auswirkungen des Coronavirus Aktien von Casinobetreibern und Reisekonzernen aus den Depots. Titel etwa von Wynn Resorts, Melco Resorts, Las Vegas Sands oder MGM Resorts geben vorbörslich bis zu 8,3 Prozent nach, Papiere der Fluggesellschaften United, Southwest, JetBlue oder American Airlines sacken um bis zu 16,4 Prozent ab. Kreuzfahrt-Anbieter wie Carnival, Norwegian Cruise Line oder Royal Caribbean notieren bis zu 5,9 Prozent schwächer.

12.20 Uhr - Die Aktien des US-Flugzeugbauers Boeing notieren vorbörslich 2,6 Prozent tiefer. Die Reisebeschränkungen in China wegen des Coronavirus machten bereits die Eigner von Luftfahrt- und Touristikwerten in Europa nervös.

11.55 Uhr - Der Verkaufsdruck auf die Aktien von Wirecard nimmt zu. Die Titel des Zahlungsabwicklers verdoppeln binnen Minuten ihr Kursminus und verlieren 6,7 Prozent. Einen unmittelbaren Auslöser für diesen Rutsch können Börsianer nicht nennen. In den vergangenen fünf Wochen hatten Wirecard-Papiere etwa 33 Prozent zugelegt. Der Dax kommt im gleichen Zeitraum nur auf ein Plus von zwei Prozent.

11.40 Uhr - Die Rendite der griechischen 10-jährigen Staatsanleihen fällt auf den niedrigsten Stand seit drei Monaten. Mit 1,176 Prozent gibt sie mehr als 14 Basispunkte nach, nachdem die Agentur Fitch am Freitag das Kreditrating Griechenlands mit Blick auf das bessere Wirtschaftswachstum auf “BB” von zuvor “BB-“ heraufgestuft hatte.

10.48 Uhr - Die Erleichterung der Anleger über die Schlappe der europakritischen Lega bei einer Regionalwahl spiegelt sich am Markt für Credit Default Swaps (CDS) wider: Die Absicherung eines zehn Millionen Euro schweren Pakets italienischer Anleihen gegen Zahlungsausfall verbilligt sich um 11.000 auf 100.000 Euro, teilt der Datenanbieter Markit mit. Das sei der niedrigste Stand seit Ende Oktober.

10.30 Uhr - Die Verunsicherung wegen des in China grassierenden Coronavirus drückt auf die Preis für Agrar-Rohstoffe. Die US-Futures auf Weizen und Mais fallen um jeweils mehr als ein Prozent. Sojabohnen büßen ein Prozent ein.

10.20 Uhr - Die Furcht vor einer nachlassenden Rohstoff-Nachfrage aus China setzt den Währungen der Exportländer zu. So notieren der australische und der neuseeländische Dollar mit 0,6774 beziehungsweise 0,6559 US-Dollar jeweils so niedrig wie zuletzt vor rund zwei Monaten. Auch die russische Währung steht unter Druck. Im Gegenzug steigt der Dollar auf ein Sechs-Wochen-Hoch von 62,61 Rubel.

10.08 Uhr - Drohende Einnahmeausfälle brocken SEB den größten Kurssturz sei einem halben Jahr ein. Die Aktien des französischen Haushaltsartikel-Herstellers, zu dem die Marken “Tefal”, “Krups” und “WMF” gehören, fallen um gut sechs Prozent auf ein Zwölf-Monats-Tief von 121 Euro. Das SEB-Werk in der vom Coronavirus besonders betroffenen chinesischen Provinz Wuhan liege still und es sei unklar, ob die Absatz-Einbußen aufgeholt werden können, schreiben die Analysten der HSBC. Sie senkten ihr Kursziel um 16 Prozent auf 150 Euro.

09.45 Uhr - Auf Furcht vor einem Rückgang der wichtigen Nachfrage in China ziehen sich Anleger bei europäischen Anbietern von Luxusgütern zurück. Der Branchenindex verliert 1,8 Prozent. Zu den größten Verlierern zählen hier die Modefirmen Hugo Boss, Christian Dior und Burberry mit Kursverlusten von bis zu 4,7 Prozent.

09.11 Uhr - Die Reisebeschränkungen in China wegen des Coronavirus machen die Eigner von Luftfahrt- und Touristikwerten nervös. Der europäische Branchenindex verliert 2,4 Prozent und steuert auf den größten Tagesverlust seit einem halben Jahr zu. Mit einem Minus von rund sechs Prozent gehört hier die Lufthansa zu den größten Verlierern.

08.58 Uhr - Auf der Suche nach sicheren Anlagen greifen Anleger verstärkt zur Schweizer Währung. Dies drückt den Kurs des Euro auf 1,0692 Franken, den niedrigsten Stand seit fast drei Jahren. Der Dollar verliert 0,2 Prozent auf 0,9688 Franken.

07.58 Uhr - Wegen des in China grassierenden Coronavirus ziehen sich Anleger aus der Währung des Landes zurück. Im Gegenzug steigt der Dollar an den Börsen außerhalb der wegen des Neujahrsfestes geschlossenen chinesischen Festlandbörsen auf ein Vier-Wochen-Hoch von 6,9777 Yuan.

07.51 Uhr - Die Furcht vor einem Dämpfer für die Weltwirtschaft durch die Ausbreitung des Coronavirus treibt Anleger in “sichere Häfen”. Die “Krisen-Währung” Gold gewinnt ein Prozent und ist mit 1586,43 Dollar je Feinunze so teuer wie zuletzt während der USA/Iran-Krise vor drei Wochen.

07.42 Uhr - Spekulationen auf eine geringere Nachfrage aus China wegen des dort grassierenden Coronavirus schicken die Preise zahlreicher Rohstoffe auf Talfahrt. Die Ölsorte Brent aus der Nordsee verbilligt sich um 2,25 Prozent auf 59,38 Dollar je Barrel. Der Kupfer-Preis sinkt um 1,6 Prozent auf 5832 Dollar je Tonne. (Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 069 - 7565 1236 oder 030 - 2888 5168.)

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