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Marktbericht Deutschland

BÖRSEN-TICKER-Pfund steigt nach BoE-Zinsentscheid

Frankfurt, 30. Jan (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

13.15 Uhr - Nach dem Zinsentscheid der Bank of England zieht das Pfund Sterling an. Die Devise klettert auf 1,3095 Dollar von zuvor 1,3025 Dollar. Die Zentralbank ließ die Leitzinsen unverändert. Damit erwischte sie einige Anleger, die auf eine Zinssenkung als konjunkturstützende Maßnahme gewettet hatten, auf dem falschen Fuß. An den Geldmärkten war zuvor eine Fifty-Fifty-Chance eingepreist gewesen.

13.00 Uhr - Die Wetten am Geldmarkt auf eine Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) bis zum Jahresende nehmen wegen des Coronavirus und möglicher Folgen für das Wirtschaftswachstum zu. Wie an den Geldmarktsätzen abzulesen ist, sehen die Investoren die Wahrscheinlichkeit eines Zinsschrittes nun bei 50 Prozent, nach zuvor 30 Prozent. Für 2021 hingegen stellen sich Investoren gleichzeitig offenbar nicht mehr darauf ein, dass die EZB die Zinsen anhebt. Entsprechende Spekulationen waren jüngst in Folge stabiler Konjunkturdaten aufgekommen.

12.15 Uhr - Der Online-Bezahldienst Paypal dämpft die Gewinnerwartungen und schickt damit die Aktien auf Talfahrt. Sie verlieren im vorbörslichen US-Handel 3,6 Prozent. Das Unternehmen stellt für das Geschäftsjahr 2020 einen Gewinn je Aktie zwischen 3,39 und 3,46 Dollar in Aussicht - das ist weniger als Analysten mit 3,49 Dollar erwartet hatten.

10.35 Uhr - Anleger ziehen nach einem überraschend starken Umsatzschwund bei British Telecom die Reißleine. Die Aktien fallen um bis zu 5,3 Prozent auf 166,12 Pence. Damit notieren sie so tief wie seit September 2019 nicht mehr und sind größter Verlierer im Londoner Leitindex “Footsie”. Auch der Gewinn des britischen Telefonkonzerns schrumpfte im Quartal.

10.15 Uhr - Eine Gewinnhalbierung im Quartal bei Shell gefällt den Anlegern gar nicht. Die Aktien fallen an der Londoner Börse um bis zu 4,5 Prozent auf den tiefsten Stand seit zweieinhalb Jahren. Shell machen die schwächeren Öl- und Gaspreise zu schaffen. Der Konzern tritt deswegen auch bei seinen geplanten milliardenschweren Aktienrückkäufen auf die Bremse.

09.48 Uhr - Die Aktien des Schweizer Uhren-Herstellers Swatch geben 5,2 Prozent nach und sind damit Schlusslicht an der Züricher Börse. Auch andere Luxustitel wie Hermes, Kering und LVMH gehören mit einem Minus von bis zu 1,5 Prozent zu den Verlierern. Die Proteste in Hongkong verhageln Swatch das Geschäft, der Gewinn ging zurück. Das Unternehmen rechnet nicht mit einer raschen Erholung Dazu kommt nach Einschätzung der Experten des Brokerhauses Bernstein nun auch das Coronavirus, das die Geschäfte in diesem Jahr belasten dürfte.

09.26 Uhr - Um mehr als elf Prozent abwärts geht es für die Aktien des Windkraftanlagenbauers Siemens Gamesa. Das deutsch-spanische Unternehmen hat zuvor sein Gewinnziel für das Geschäftsjahr 2020 zum zweiten Mal binnen drei Monaten herabgesetzt und das mit Einmalkosten wegen Verzögerungen bei Windparks in Nordeuropa begründet.

08.45 Uhr - Anleger trennen sich angesichts der Ausbreitung des Coronavirus in China vom Yuan. Der Dollar verteuert sich zur chinesischen Landeswährung um ein halbes Prozent auf 7,0038 Yuan. Damit notiert der Yuan so tief wie seit einem Monat nicht mehr.

08.07 Uhr - Die Aktien des Halbleiterzulieferers Siltronic geraten im Frankfurter Frühhandel unter Druck und geben 4,3 Prozent nach. Ein Händler sprach von Gewinnmitnahmen, nachdem die Titel am Vortag um zwölf Prozent nach oben geschnellt waren. Er verwies zudem auf schwächere Halbleiter-Titel in Asien. (Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 069 - 7565 1236 oder 030 - 2888 5168.)

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