March 19, 2020 / 11:40 AM / 14 days ago

BÖRSEN-TICKER-Dollar-Index mit stärkster Kursrally seit 1992

Frankfurt, 19. Mrz (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

12.35 Uhr - Die Furcht vor einer weltweiten Rezession wegen der Coronavirus-Pandemie treibt immer mehr Anleger in die Weltleitwährung. Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, steigt um 0,9 Prozent auf ein Drei-Jahres-Hoch von 102,112 Punkten. Damit summiert sich das Plus der vergangenen zehn Tage auf knapp acht Prozent. Das ist der stärkste Anstieg seit mehr als 27 Jahren. Allein in der laufenden Woche macht er bislang 3,4 Prozent gut und steuert auf den größten Wochengewinn seit Herbst 2008 zu.

09.35 Uhr - Griechische Anleihen sind gefragt, nachdem sie diesmal Teil des EZB-Kaufprogramms sind. Bislang waren sie von den Anleihenkäufen aufgrund ihres schwachen Kreditratings ausgeschlossen. Die Rendite der zehnjährigen Papiere fällt entsprechend um 160 Basispunkte auf 2,27 Prozent.

09.20 Uhr - Aktien von Lieferdiensten und Einzelhandel profitieren weiterhin von Stubenhocken und Hamsterkäufen. Neben Hellofresh mit einem Plus von neun Prozent gilt das auch für Metro, die mehr als elf Prozent zulegen. Auch Shop Apotheke gewinnen sieben Prozent. Für Zooplus geht es 8,9 Prozent aufwärts.

09.15 Uhr - Der Dollar schnellt hoch, Euro und Pfund geraten unter Druck. Der Euro gibt zeitweise 0,9 Prozent nach auf 1,0811 Dollar und ist damit wieder auf dem Stand von Ende Februar. Das Pfund bewegt sich inzwischen auf Niveaus, die zuletzt Mitte der 1980er Jahre erreicht wurden. Auf der britischen Währung lastet Experten zufolge das zögerliche Vorgehen der Regierung in London in der Coronakrise - erst am Mittwoch wurde angeordnet, die Schulen im Land zu schließen.

08.25 Uhr - Die Aktien des Essenslieferdienstes Hellofresh legen im Frankfurter Frühhandel mehr als 15 Prozent zu.

08.17 Uhr - Der Kupferpreis fällt in der Spitze um 7,9 Prozent auf 4371 Dollar je Tonne - das ist der niedrigste Stand seit 4,2 Jahren. Das wichtige Industriemetall hat damit allein seit Wochenanfang etwa 18 Prozent an Wert verloren. Guy Wolf, Chefanalyst beim Rohstoff-Brokerhaus Marex Spectron, beschreibt die Situation als “Massenpanik”. “Hier geht es nicht um Fundamentaldaten. Was wir sehen, ist eine massenhafte Auflösung von Geschäften quer durch das ganze Finanzsystem.”

08.12 Uhr - Der Ölpreis erholt sich etwas von den Verlusten des Vortages. Ein Barrel (159 Liter) leichtes US-Öl kostet mit 23,33 Dollar 14,4 Prozent mehr als am Mittwoch. Nordseeöl der Sorte Brent verteuert sich um 6,8 Prozent auf 26,56 Dollar. Er macht damit einen Teil der Verluste vom Vortag wieder wett. “Nach einem Einbruch um 24 Prozent (beim US-Leichtöl) geht es wieder hoch, weil die Verkäufer etwas erschöpft sind”, sagte Edward Moya, Marktanalyst beim Brokerhaus Oanda. Dazu kämen die Konjunkturhilfen der Notenbanken in den USA und Europa. (Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 069 - 7565 1236 oder 030 - 2888 5168.)

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