March 23, 2020 / 1:16 PM / 13 days ago

BÖRSEN-TICKER-Corona-Schnelltest beflügelt Anbieter Danaher

Frankfurt, 23. Mrz (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

14.11 Uhr - In Erwartung eines reißenden Absatzes des neuen Coronavirus-Schnelltests steigen Anleger bei Danaher ein. Die Aktien der Medizintechnikfirma steigen im vorbörslichen US-Geschäft um zehn Prozent. Am Wochenende hatte die US-Gesundheitsbehörde dem Test einer Danaher-Tochter die Zulassung erteilt.

13.41 Uhr - Die Ankündigung umfassender Geldspritzen der US-Notenbank beflügelt die US-Börsen. Die Terminkontrakte auf die US-Indizes gewinnen bis zu 3,2 Prozent, nachdem sie in der Nacht zeitweise um die maximal möglichen fünf Prozent gefallen waren. Die Fed will künftig auch Studien- oder Kreditkartenkredite als Sicherheiten für die Geldvergabe an Geschäftsbanken akzeptieren. Außerdem kündigte sie die Ausweitung ihrer Wertpapierkäufe an.

11.59 Uhr - Die Furcht vor einer Pleitewelle durch die Coronavirus-Pandemie macht Kreditausfall-Versicherungen so teuer wie zuletzt während der europäischen Schuldenkrise 2012. Der Markit iTraxx Europe Crossover-Index, der die Kosten für die Absicherung europäischer Unternehmensanleihen ohne Gütesiegel “Investment Grade” widerspiegelt, steigt um gut zehn Prozent auf 737,62 Punkte.

11.48 Uhr - Die angekündigte Zusammenarbeit mit der staatlichen britischen Krankenversicherung NHS beschert Spire den größten Kurssprung der Firmengeschichte. Die Aktien des britischen Krankenhaus-Betreibers steigen um fast 25 Prozent auf 65,6 Pence. Das Unternehmen öffnet seine Häuser vorübergehend für Kassenpatienten. Der Deal dämpfe die Unsicherheit über die Geschäftsaussichten, schreibt Analyst James Vane-Tempest von der Investmentbank Jefferies. Der Einfluss auf die Bilanz hänge von der Dauer der Kooperation ab.

10.58 Uhr - Dank des sprunghaft steigenden Bedarfs an Desinfektionsmitteln winkt den Aktien des Anbieters Byotrol der größte Tagesgewinn seit fast neun Jahren. Die Papiere gewinnen in London mehr als 50 Prozent und sind mit 5,422 Pence so teuer wie zuletzt vor zweieinhalb Jahren. Dem Unternehmen zufolge liege das Auftragsvolumen derzeit bei umgerechnet 1,8 Millionen Euro, vier Mal so hoch wie üblich. Dabei seien noch nicht alle Bestellungen berücksichtigt.

10.41 Uhr - Wegen des Hickhacks im US-Kongress um das Corona-Konjunkturpaket gibt der Dow Jones-Future an der Wall Street seine Kursgewinne seit der Wahl von Donald Trump zum Präsidenten komplett ab. Der Terminkontrakt auf den US-Standardwerteindex Dow Jones verliert 3,3 Prozent auf 18.404 Punkte und notiert damit auf dem Niveau von Anfang November 2016. Gleiches gilt für den Future auf den S&P 500-Index, der ähnlich stark auf 2216,25 Zählern einbüßt.

10.25 Uhr - Die rasche Ausbreitung des Coronavirus in der Türkei belastet die Währung des Landes. Im Gegenzug steigt der Dollar auf ein Eineinhalb-Jahres-Hoch von 6,5958 Lira. Parallel zu den übrigen europäischen Aktienbörsen verliert der Leitindex der Istanbuler Börse 2,9 Prozent.

10.04 Uhr - Die schwache Nachfrage wegen der Coronavirus-Pandemie setzt Baumwolle erneut zu. Der US-Terminkontrakt fällt um 5,6 Prozent und notiert mit 50,68 US-Cent je Pfund so niedrig wie zuletzt vor gut zehn Jahren.

09.57 Uhr - Die US-Zulassung eines Coronavirus-Tests beschert Novacyt einen der größten Kurssprünge der Firmengeschichte. Die Aktien der Biotech-Firma steigen in Paris um 60 Prozent auf 2,08 Euro.

09.48 Uhr - Der Kursverfall beim Rohöl setzt dem Strommarkt zu. In Deutschland verbilligt sich die Kilowattstunde um 3,8 Prozent auf 33,30 Euro. Das ist der niedrigste Stand seit zwei Jahren.

09.39 Uhr - Wegen der Coronavirus-Pandemie rechnen Investoren auf Jahre hinaus mit einem gedämpften Preisauftrieb. Das Euro-Inflationsbarometer fällt auf ein Rekordtief von 0,7397 Prozent. Dies bedeutet, dass Anleger zwischen 2025 und 2030 eine Teuerung von durchschnittlich gerade einmal 0,7397 Prozent erwarten.

08.30 Uhr - Das Hickhack im US-Kongress um das milliardenschwere Corona-Hilfspaket beendet den Höhenflug des Dollar vorerst. Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, fällt um 0,7 Prozent. Im Gegenzug verteuert sich der Euro um 0,3 Prozent auf 1,0728 Dollar.

08.01 Uhr - Der Nachfrage-Rückgang durch die Coronavirus-Pandemie setzt dem Ölpreis am Montag erneut zu. Die Sorte Brent aus der Nordsee verbilligt sich um 2,7 Prozent auf 26,24 Dollar je Barrel und notiert damit weniger als zwei Dollar über ihrem 17-Jahres-Tief der vergangenen Woche. Da gleichzeitig wichtige Förderländer den Ölhahn bis zum Anschlag aufdrehten, müsse mit einem weiteren Preisverfall gerechnet werden, sagte Analyst Edward Moya vom Brokerhaus Oanda. (Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 069 - 7565 1236 oder 030 - 2888 5168.)

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