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Marktbericht Deutschland

BÖRSEN-TICKER-Möglicher Biden-Sieg treibt Schwellenländer-Währungen

04. Nov (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

21.35 Uhr - In der Hoffnung auf eine weniger konfrontative US-Außenpolitik unter einem US-Präsidenten Joe Biden steigen Anleger in Schwellenländer-Währungen ein. Dadurch verliert der Dollar mehr als zwei Prozent auf 77,385 Rubel sowie gut ein Prozent auf 20,8686 mexikanische Peso. An außerchinesischen Börsen fällt er zur chinesischen Währung sogar auf ein Zweieinhalb-Jahres-Tief von 6,6190 Yuan. Bei der Präsidentenwahl dauerte die Stimmauszählung noch an, das Rennen zwischen Biden und Amtsinhaber Donald Trump ist sehr knapp.

21.15 Uhr - Schwindende Aussichten auf ein umfangreiches US-Konjunkturpaket auf Pump und einer dadurch befeuerten Inflation machen Gold zu schaffen. Da die Demokraten ihr Ziel, neben dem Repräsentantenhaus auch im Senat die Mehrheit zu erringen, verfehlt hätten, würden Hilfen voraussichtlich deutlich geringer ausfallen als erwartet, sagt Bart Melek, Chef-Anlagestratege für Rohstoffe beim Brokerhaus TD Securities. Allerdings könne mit weiteren Geldspritzen der US-Notenbank Fed gerechnet werden.

19.08 Uhr - Schwindende Furcht vor einer Kürzung des US-Wehretats gibt Rüstungsfirmen Auftrieb. Die Aktien von Lockheed Martin, Northrop Grumman oder Raytheon steigen um bis zu 5,3 Prozent. Genährt würden diese Spekulationen von der Aussicht, dass die Republikaner ihre Mehrheit im Senat wohl verteidigen, sagt Analyst Robert Stallard vom Research-Haus Vertical. Er warne aber vor überzogenem Optimismus. “Der US-Wehretat wird in den kommenden Jahren wahrscheinlich stagnieren.”

16.35 Uhr - Aktien von Biogen steigen beflügelt von Spekulationen auf eine erfolgreiche US-Zulassung für sein Alzheimer-Mittel um bis zu 35 Prozent. Die Gesundheitsbehörde FDA beurteilte Studienergebnisse des Antikörpers Aducanumab als effektiv genug, um einen Zulassungsantrag zu unterstützen. Der Biotechkonzern hätte im Falle einer Genehmigung das erste zugelassene Medikament gegen die Krankheit auf dem Markt.

07.52 Uhr - Anleger trennen sich nach der Vorlage der Geschäftszahlen von den Aktien des Flughafenbetreibers Fraport. Die Papiere geben im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz 3,5 Prozent nach. Das Unternehmen leidet massiv unter der Corona-Krise und rechnet für das Gesamtjahr mit einem Umsatzrückgang um bis zu 60 Prozent bei einem Einbruch der Passagierzahlen um mehr als 70 Prozent. Dies werde zu einem hohen Verlust führen.

07.49 Uhr - Der IT-Sicherheitsanbieter Secunet Security Networks rechnet für das kommende Jahr mit weniger Umsatz und Gewinn und drückt damit die Aktie ins Minus. Die Papiere geben im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz 8,2 Prozent nach. Das Unternehmen sagte für 2021 einen Umsatz von etwa 260 Millionen Euro voraus, nach etwa 270 Millionen im laufenden Jahr. Der Betriebsgewinn dürfte um zehn Milliarden auf 38 Milliarden Euro sinken. Das seien sehr schlechte Nachrichten, sagt ein Händler. Allerdings seien die Umsätze mit der Aktie sehr gering, weil das Unternehmen zu 79 Prozent Giesecke & Devrient gehört.

07.42 Uhr - Der größte deutsche Immobilienkonzern Vonovia profitiert von einem optimistischen Ausblick. Die Aktien legen vorbörslich bei Lang & Schwarz 1,8 Prozent zu. Der Konzern erwartet, dass das Ergebnis 2020 trotz der Corona-Krise am oberen Ende der Prognose liegen werde. (Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter der Telefonnummer 030 2201 33702)

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