October 9, 2019 / 11:31 AM / 5 days ago

MÄRKTE-Milliardenstrafe setzt Johnson & Johnson zu

New York/Frankfurt, 09. Okt (Reuters) - Eine Milliardenstrafe wegen der Nebenwirkungen eines Medikaments hat die Aktien des US-Konzerns Johnson & Johnson (J&J) belastet. Die Papiere gaben am Mittwoch im vorbörslichen Handel 1,8 Prozent nach. Das Unternehmen wurde am Dienstag zu Schadenersatz in Höhe von acht Milliarden Dollar verurteilt, weil es nicht ausreichend vor Nebenwirkungen des Medikaments Risperdol gewarnt hatte, das bei psychischen Erkrankungen eingesetzt wird. Der Konzern erklärte, er sei zuversichtlich, dass das Urteil aufgehoben werde.

Risperdol wurde 1993 für die Behandlung von Schizophrenie und bipolaren Störungen bei Erwachsenen zugelassen. Der jetzt 26 Jahre alte Kläger hatte das Mittel 2003 erhalten. Er erklärte, nach der Einnahme des Medikaments seien ihm Brüste gewachsen. Ärzte in den USA dürften Medikamente verschreiben, wenn sie das als nötig ansehen. Unternehmen dürften ihre Mittel aber nur für die zugelassenen Fälle vermarkten. Die Kläger werfen J&J vor, Risperdol auch für den nicht genehmigten Einsatz bei Kindern beworben zu haben. (Reporter: Brendan Pierson und Christina Amann, redigiert von Olaf Brenner Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern +49 69 7565 1232 oder +49 30 2888 5168.)

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