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Marktbericht Deutschland

MÄRKTE-Streit mit Leerverkäufer setzt Elektro-Lkw-Bauer Nikola zu

Frankfurt, 16. Sep (Reuters) - Der Streit mit dem Leerverkäufer Hindenburg treibt die Aktien des Elektrolastwagenbauers Nikola weiter ins Minus. Die Titel fielen im vorbörslichen US-Geschäft am Mittwoch um knapp acht Prozent auf 30,30 Dollar. Damit summiert sich das Minus der vergangenen Tage auf knapp 30 Prozent. Der Börsenwert schrumpfte um etwa 4,6 Milliarden Dollar.

Hindenburg wirft dem Unternehmen in einer vergangene Woche veröffentlichten Analyse Betrug und Vetternwirtschaft vor. Es locke andere Autobauer wie General Motors (GM) mit falschen Versprechen in Partnerschaften. Außer Konzeptstudien habe Nikola nichts vorzuweisen. Das Unternehmen wies die Vorwürfe zurück und beschuldigte den Shortseller Hindenburg seinerseits, er wolle den Aktienkurs manipulieren, um mit dem Kurssturz Geld zu machen. Daher denke man über rechtliche Schritte nach.

Hindenburg erklärte, Nikola habe die Anschuldigungen bislang nicht entkräften können. “Die Löcher in der Antwort sind groß genug, dass ein Laster durchrollen kann.” Parallel dazu berichteten Medien, dass die US-Börsenaufsicht SEC und das US-Justizministerium die von Hindenburg erhobenen Vorwürfe prüfen.

Leerverkäufer leihen sich Aktien, um diese sofort zu loszuschlagen. Sie setzen darauf, dass sie sich bis zum Rückgabe-Termin billiger mit den Papieren eindecken können. Die Differenz streichen sie als Gewinn ein. Diese Praxis wird im Börsenjargon “Short Selling” genannt. (Reporter: Hakan Ersen redigiert von Sabine Wollrab. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 030 2201 33711 (für Politik und Konjunktur) oder 030 2201 33702 (für Unternehmen und Märkte).)

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