November 20, 2019 / 11:55 AM / 15 days ago

MÄRKTE-Pfund fällt nach TV-Wahlkampfduell - Kleiner Vorteil für Labour

Frankfurt/London, 20. Nov (Reuters) - Das Pfund Sterling hat nach der TV-Debatte von Großbritanniens Premierminister Boris Johnson und Oppositionsführer Jeremy Corbyn schwächer notiert. Die britische Devise gab am Mittwoch rund 0,1 Prozent auf 1,2903 Dollar nach.

Umfragen zufolge gab es zwar keinen eindeutigen Sieger in der Debatte am Dienstagabend, von der sich Anleger Rückschlüsse auf den Ausgang der vorgezogenen Parlamentswahl in Großbritannien am 12. Dezember und den nächsten Akt der Brexit-Saga erhofft hatten. 51 Prozent der Befragten sahen Johnson vorne, 49 Prozent seinen Kontrahenten. Das Kopf-an-Kopf-Ergebnis wiederum könne aber als Überraschungserfolg für Corbyn gewertet werden, dessen Labour-Partei in den Wahlumfragen deutlich hinter den Konservativen liegt, kommentierten die Strategen der Deutschen Bank. Die Debatte sei insgesamt allerdings kein Wendepunkt für das Pfund, sagte Piotr Matys, Währungsstratege bei der Rabobank in London.

Johnson hatte in dem Duell wiederholt bekräftigt, nur er könne das Land schnell aus der Europäischen Union führen. Corbyn hielt an seiner Forderung für ein neues Referendum fest. Momentan haben die Konservativen in den Prognosen die Nase deutlich vorne. Sollte sie am 12. Dezember eine Mehrheit gewinnen, ist zu erwarten, dass das Unterhaus den mit Brüssel im vergangenen Monat vereinbarten Brexit-Vertrag genehmigen würde. Damit würde Großbritannien am 31. Januar aus der EU austreten und eine jahrelange Periode der Unsicherheit wäre beendet.

Ärger gab es um den Twitter-Account der Konservativen: der Kurznachrichtendienst beschwerte sich, die Konservativen hätten während des TV-Duells eines ihrer Twitter-Konten geändert, um es wie einen Fakten-Check-Service aussehen zu lassen. Über das Konto wurden in dieser Zeit Grafiken gesendet, die Aussagen von Johnson unterstützten und von Labour-Chef Corbyn infrage stellten. Twitter hatte vor wenigen Wochen mitgeteilt, jegliche Form politischer Werbung stoppen zu wollen. (Reporter: Dhara Ranasinghe, Anika Ross, redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 069-7565 1236 oder 030-2888 5168)

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