January 24, 2019 / 11:30 AM / 3 months ago

MÄRKTE-Venezuela-Krise setzt Ölkonzern Rosneft zu

Frankfurt, 24. Jan (Reuters) - Aus Furcht vor milliardenschweren Verlusten durch die Krise in Venezuela ziehen sich Anleger bei Rosneft zurück. Die Aktien des russischen Ölkonzerns fielen am Donnerstag in Moskau um bis zu 3,1 Prozent. “Das unerfreulichste Szenario für Rosneft wäre ein Machtwechsel in Venezuela und eine Revision von Verträgen”, sagte Analyst Dimitri Maritschenko von der Rating-Agentur Fitch. Das Unternehmen könnte bis zu drei Milliarden Dollar an Vorauszahlungen für venezolanisches Öl verlieren.

Russland ist einer der wichtigsten Unterstützer des bisherigen venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro. Nach Reuters-Kalkulationen haben die Regierung in Moskau und Rosneft Venezuela Kredite und Kreditlinien im Volumen von mindestens 17 Milliarden Dollar zur Verfügung gestellt.

Auch insgesamt mache der Machtkampf in dem südamerikanischen Land Russland-Anleger nervös, sagte Kyrill Tremasow, Chef-Analyst der Brokerhauses Loko-Invest. Da Moskau weiter hinter Maduro stehe, während die USA und Europa auf den Oppositionsführer Juan Guaido setzten, drohten neue Sanktionen des Westens gegen Russland. Am Kurs des Rubel lies sich dies am Donnerstag allerdings nicht ablesen. Wegen anstehender Steuerzahlungen zum Monatsende zog die Nachfrage an. Im Gegenzug verbilligte sich der Dollar um 0,2 Prozent auf 65,9085 Rubel.

Reporter: Hakan Ersen, redigiert von Kerstin Dörr. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 069 - 7565 1236 oder 030 - 2888 5168.

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