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Marktbericht Deutschland

MÄRKTE-Verluste und Liquiditätssorgen lasten auf Tullow Oil

Frankfurt, 09. Sep (Reuters) - Milliardenverluste des britischen Öl- und Gasförderers Tullow Oil haben am Mittwoch einen Kurssturz bei der Aktie ausgelöst. Die Papiere brachen an der Londoner Börse um bis zu 25,4 Prozent ein und notierten so tief wie seit mehr als fünf Monaten nicht mehr. Anleger sorgen sich, dass die liquiden Mittel des Konzerns nun möglicherweise knapp werden könnten.

Wegen der sinkenden Ölpreise musste das Unternehmen 1,4 Milliarden Dollar abschreiben. In den ersten sechs Monaten häufte sich so ein Verlust in Höhe von 1,3 Milliarden Dollar (umgerechnet rund 1,1 Milliarden Euro) an. Im Vorjahreszeitraum hatte Tullow noch einen Gewinn von 103 Millionen Dollar erwirtschaftet. Es müssten nun “verschiedene Refinanzierungsalternativen” in Betracht gezogen werden, teilte die Firma mit. Angesichts von anstehenden Anleihefälligkeiten ergebe sich aus derzeitigen Cashflow-Prognosen ein möglicher Liquiditätsengpass im Januar. Tullow trägt eine Schuldenlast in Höhe von rund drei Milliarden Dollar. Das Unternehmen kündigte an, bis zum Jahresende eine Kapitalmarktkonferenz abhalten zu wollen. Die Aktien haben seit Jahresbeginn rund 70 Prozent verloren.

Die Ölpreise sind wegen des Konjunktureinbruchs in Folge der Corona-Krise und eines weltweiten Überangebotes auf Talfahrt. Momentan kostet ein Fass Brent-Öl knapp unter 40 Dollar. Im Juli hatte Tullow seine langfristigen Preisprognosen von 65 Dollar auf 60 Dollar gesenkt. (Reporter: Shadia Nasralla, Anika Ross, redigiert von Christian Rüttger. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 030 2201 33711 (für Politik und Konjunktur) 030 2201 33702 (für Unternehmen und Märkte)

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