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Marktbericht USA

MÄRKTE-Anleger an US-Börsen ziehen sich wegen Coronavirus-Sorgen zurück

Frankfurt, 21. Sep (Reuters) - Die Furcht vor schärferen Einschränkungen wegen steigender Coronavirus-Infektionen vertreibt Anleger an der Wall Street. “Die Konjunkturerholung wird sich nun abschwächen. Darauf deuten vor allem die Verbraucherdaten in den USA hin”, sagte David Iusow, Analyst beim Handelshaus DailyFX. Auch ein neues Hilfspaket sei weiterhin nicht in Sicht. “Die sich verschlechternde, allgemeine Situation nutzen Anleger nun, um Gewinne mitzunehmen.” Der Dow-Jones-Index der Standardwerte fiel am Montag 0,6 Prozent auf 27.485 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 gab ein Prozent ab auf 3286 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq notierte 1,7 Prozent schwächer bei 10.610 Zählern.

Wie an Europas Börsen gerieten vor allem Aktien von Flug-, Hotel- und Kreuzfahrtgesellschaften unter Druck. Erneute Reise- und Geschäftsbeschränkungen würden die beginnende Erholung der Gesamtwirtschaft bedrohen, sagten Analysten. Die Lockdowns im März hatten dem S&P 500 den stärksten monatlichen Einbruch seit der globalen Finanzkrise eingebrockt. Angesichts der noch nie dagewesenen staatlichen Stützungsprogramme erholten sich die Kurse zwar wieder. Die seit fünf Monaten anhaltende Erholungsrally droht aber zu Ende zu gehen. Anzeichen für eine nur schleppende Konjunkturerholung belasteten vor allem Technologiewerte.

Zudem gab der S&P 500 Bank Index rund drei Prozent nach, nachdem ein Recherche-Netzwerk nach Auswertung von Daten des US-Finanzministeriums über Geldwäsche durch internationale Großbanken berichtet hatte.

Der Rücktritt des Firmenchefs inmitten des Streits mit dem Leerverkäufer Hindenburg ließ die Aktien des US-Herstellers von Elektrolastwagen Nikola um mehr als 21 Prozent einbrechen.

Dagegen profitieren Walmart und Oracle von der angekündigten Beteiligung an dem chinesischen Kurzvideodienst TikTok.

Reporter: Devik Jain, Shreyashi Sanyal; geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von Kerstin Dörr. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 030 2201 33711 für Politik und Konjunktur oder 030 2201 33702 für Unternehmen und Märkte

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