October 13, 2017 / 1:45 PM / 2 months ago

MÄRKTE-Starke Konjunkturdaten treiben US-Börsen an

New York, 13. Okt (Reuters) - Starke Konjunkturdaten haben der Wall Street zum Wochenschluss Auftrieb gegeben. Die US-Einzelhändler verbuchten im September mit einem Plus von 1,6 Prozent den größten Umsatzanstieg seit zweieinhalb Jahren. Im August hatte es noch einen Rückgang von 0,1 Prozent gegeben. Damit ebbten Sorgen vor einer Schwäche der US-Wirtschaft ab. Die US-Verbraucherpreise stiegen im September um 2,2 Prozent zum Vorjahresmonat. Vor allem Kraftstoffe verteuerten sich im Zuge des Hurrikans Harvey, der viele Raffinerien zur zeitweisen Schließung zwang.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete mit einem Aufschlag von 0,2 Prozent auf 22.880 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 legte 0,15 Prozent auf 2555 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,3 Prozent auf 6612 Stellen.

Im Fokus stand die Bank of America, deren Aktien um ein Prozent nachgaben. Das Institut steigerte seinen Gewinn im dritten Quartal um 15 Prozent auf 5,1 Milliarden Dollar, vor allem aufgrund höherer US-Zinsen und Kostensenkungen. Wells Fargo machten indes Rechtskosten und ein schwächelndes Hypothekengeschäft zu schaffen. Der Nettogewinn sank im Quartal um knapp ein Fünftel auf 4,6 Milliarden Dollar. Wells-Fargo-Aktien gaben 3,5 Prozent nach. Die Rivalen JPMorgan und Citi hatten schon am Donnerstag Zuwächse im Quartal ausgewiesen.

Unter Druck standen auch Krankenversicherer wie Centene und Klinik-Betreiber wie Tenet Healthcare, die jeweils rund neun Prozent verloren. Sie litten unter der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, milliardenschwere Zahlungen an Versicherer einzustellen. Das dürfte für die Mittelschicht und Arbeiterfamilien in den USA eine deutliche Verteuerung der Krankenversicherung zur Folge haben.

Ford gaben 1,3 Prozent nach. Die Bank Barclays hatte die Titel herabgestuft.

Zu den Gewinnern gehörten Nvidia, die um ein Prozent auf 193 Dollar stiegen. Das Brokerhaus Needham hat das Kursziel für den Chiphersteller um 50 Dollar auf 250 Dollar angehoben. (Reuters-Büro New York, geschrieben von Ralf Bode; Redigiert von Scot W. Stevenson; Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 069-7565-1236 oder 030-2888-5168.)

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