March 25, 2020 / 2:01 PM / 12 days ago

MÄRKTE-Aussicht auf Wirtschaftshilfen treibt US-Börsen an

Frankfurt, 25. Mrz (Reuters) - Die US-Börsen haben nach der Einigung auf ein billionenschweres staatliches Konjunkturpaket am Mittwoch erneut zugelegt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte kletterte um rund drei Prozent auf 21.415 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 2,2 Prozent auf 2497 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 1,6 Prozent auf 7520 Punkte.

Zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie machte der US-Kongress den Weg frei für ein zwei Billionen Dollar schweres Hilfspaket. Die Abstimmung über die Wirtschaftshilfen in der Kongresskammer ist im Laufe des Tages geplant. In Erwartung einer Einigung hatte der Dow-Jones-Index am Dienstag mit einem Plus von mehr als elf Prozent den größten Tagesgewinn seit 1993 verbucht.

Marktstrategin Andrea Cicione vom Bankhaus TS Lombard warnte aber vor verfrühter Euphorie. “Wir haben immer noch keine Anzeichen dafür gesehen, dass sich die Dinge in Bezug auf die Ansteckung verbessern und können auch noch nicht vollständig einschätzen, wie weit diese Rezession gehen wird”.

Kursgewinne verzeichneten zur Wochenmitte vor allem Aktien aus dem von der Krise besonders gebeutelten Sektor Touristik. So gewannen Papiere der Fluggesellschaft American Airlines, des Kreuzfahrtbetreibers Carnival und von Norwegian Cruise bis zu 7,2 Prozent.

Boeing-Aktien stiegen um mehr als neunzehn Prozent. Unternehmenskreisen zufolge will der Flugzeugbauer die Produktion des wegen Sicherheitsbedenken seit Monaten aus dem Verkehr gezogenen Modells 737 MAX bis Mai wieder anfahren.

Aktien von Nike kletterten um 8,2 Prozent. Der weltgrößte Sportartikelhersteller hat die Coronakrise in China dank eines boomenden Online-Handels besser weggesteckt als erwartet. Der Umsatz stieg in den drei Monaten bis Ende Februar weltweit um fünf Prozent auf 10,1 Milliarden Dollar, obwohl die Umsätze in China angesichts der erzwungenen Schließung der meisten Läden zum ersten Mal seit sechs Jahren um fünf Prozent schrumpften.

Reporter: Uday Sampath, geschrieben von Anika Ross, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 069-7565 1236 oder 030-2888 5168

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