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Marktbericht USA

MÄRKTE-Wall Street auf Erholungskurs - Arbeitsmarktdaten bremsen

Frankfurt, 10. Sep (Reuters) - Die Wall Street bleibt auf Kurs in Richtung ihrer bisherigen Bestmarken. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 stiegen zur Eröffnung um jeweils ein Prozent. Anleger nutzten vorangegangen Kursverluste, um sich billiger mit Aktien einzudecken, sagte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader. “Zieht man die hohen Bewertungen in Betracht, kann man hier allerdings kaum von einer Schnäppchenjagd sprechen. Stattdessen ist es der pure Anlagedruck der Investoren und die Alternativlosigkeit der Aktien angesichts einer noch auf Jahre hinaus ultraexpansiven Geldpolitik der Notenbanken.”

Ein Wermutstropfen seien die gemischt ausgefallenen Arbeitsmarktdaten, sagte Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade. Die Zahl der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe habe mit 846.000 zwar im Rahmen der Erwartungen gelegen. Die Zahl der Amerikaner, die derzeit auf Stütze angewiesen sind, sei allerdings überraschend auf 13,4 Millionen gestiegen. Dies untermauere die Einschätzung, dass sich die US-Wirtschaft nur langsam erhole. Daher ziehe der Goldpreis wieder an. Das Edelmetall verteuerte sich um 0,8 Prozent auf 1961,23 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm).

Bei den Aktienwerten sorgte ein elfprozentiger Kursrutsch bei GameStop für Aufsehen. Trotz eines vervielfachten Online-Umsatzes gingen die Gesamt-Erlöse des Videospiele-Händlers um überraschend starke 13 Prozent zurück. Vor dem Hintergrund der Coronavirus-Pandemie seien Abweichungen von den Analysten-Prognosen nicht ungewöhnlich, kommentierte Stephanie Wissinkt von der Investmentbank Jefferies. Jetzt komme es für GameStop darauf an, dass die Firma bei der anstehenden Markteinführung der neuen Konsolen-Generation von Sony und Microsoft ihre Stärke als wichtige Anlaufstelle für Videospieler voll ausspiele.

Reporter: Hakan Ersen, redigiert von Kerstin Dörr. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 030 2201 33711 für Politik und Konjunktur oder 030 2201 33702 für Unternehmen und Märkte.

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