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Marktbericht USA

MÄRKTE-US-Börsen nach Trumps Corona-Erkrankung unter Druck

Frankfurt, 02. Okt (Reuters) - Die Corona-Erkrankung von Präsident Donald Trump hat die US-Börsen am Freitag auf Talfahrt geschickt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor 0,7 Prozent auf 27.611 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 fiel um 0,9 Prozent auf 3348 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stürzte um 1,3 Prozent auf 11.178 Punkte.

Trump teilte über den Kurznachrichtendienst Twitter mit, er und seine Ehefrau Melania seien positiv auf den Krankheitserreger getestet worden. Vier Wochen vor der US-Präsidentenwahl steuern die Börsen damit in unruhiges Fahrwasser. Entscheidend für den weiteren Verlauf ist aus Sicht von Strategen nun, welche Folgen die Infektion für den US-Präsidenten hat. “Im Moment gibt es mehr Fragen als Antworten (und) die Aktienmärkte neigen dazu, zuerst zu verkaufen und später Fragen zu stellen”, sagte Ryan Detrick, Marktstratege beim Vermögensverwalter LPL Financial.

Hinzu kommt, dass sich die Erholung am US-Arbeitsmarkt überraschend deutlich verlangsamt. Nach der Entlassungswelle im Frühjahr schufen die Firmen außerhalb der Landwirtschaft im September 661.000 Stellen statt der von Ökonomen im Schnitt erwarteten 850.000. Die Beschäftigtenzahl in den USA liege immer noch mehr als zehn Millionen unter dem Stand vor Pandemieausbruch, rechnete Stratege Bastian Hepperle vom Bankhaus Lampe vor. “Eine vollständige Genesung des Arbeitsmarktes wird wohl nicht gelingen oder liegt in sehr weiter Ferne.”

Aktien von Banken zählten angesichts sinkender Anleiherenditen zu den größten Verlierern. JPMorgan, Citigroup, Goldman Sachs, Wells Fargo WFC.N, Morgan Stanley und Bank of America gaben bis zu 1,6 Prozent nach.

Nach zwei Tagen satter Kursgewinne machten Aktionäre bei Tesla Kasse. Die Aktien fielen um 4,7 Prozent. Der Elektroauto-Bauer hatte die Erwartungen der Analysten mit 139.300 ausgelieferten Fahrzeugen im dritten Quartal übertroffen.

Reporter: Sagarika Jaisinghani, geschrieben von Anika Ross, redigiert von Hans Busemann. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 030 2201 33711 für Politik und Konjunktur 030 2201 33702 für Unternehmen und Märkte

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