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Marktbericht USA

MÄRKTE-US-Börsen erstmals wieder mit Verlusten

Frankfurt, 06. Nov (Reuters) - Den US-Börsen geht nach dem tagelangen Wahlkrimi die Luft aus. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete am Freitag 0,5 Prozent schwächer bei 28.249 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,4 Prozent auf 3497 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank um 0,6 Prozent auf 11.819 Stellen. “Der Markt ist diese Woche so stark gestiegen, es ist Zeit für eine Pause”, sagte Christopher Grisanti, Chefstratege bei der Vermögensverwaltung MAI Capital Management. Seit Wochenauftakt hat der S&P fast sieben Prozent an Wert gewonnen.

Auf die Stimmung drückten die jüngsten Arbeitsmarktdaten: Die Erholung am Jobmarkt von den Folgen der Corona-Pandemie kommt nur in kleinen Schritten voran, im Oktober wurden so wenige neue Stellen geschaffen wie seit Mai nicht mehr. Unter dem Strich seien seit dem März mehr als zehn Millionen Stellen gestrichen worden. “Der beachtliche Kahlschlag am US-Arbeitsmarkt kostete Donald Trump vermutlich das Amt”, sagte Ökonom Thomas Gitzel von der VP Bank. Ein Ergebnis der Präsidentschaftswahl vom Dienstag liegt zwar immer noch nicht vor, ein Sieg des Demokraten Joe Biden wird jedoch immer wahrscheinlicher. Ein Machtwechsel im Weißen Haus sei inzwischen eingepreist, sagte Matt Sherwood, Chefstratege bei der Vermögensverwaltung Perpetual. “Wir können nicht all die guten Dinge einer Regierung Biden bekommen, wie eine stabile Führung und Außenpolitik, ohne all die schlechten Aspekte wie die Steuern.”

Bei den Einzelwerten gehörten Technologie-Aktien zu den Verlierern: Apple gaben 0,3 Prozent nach, Amazon 1,3 Prozent. Dabei spielten aber auch Gewinnmitnahmen nach den kräftigen Kursgewinnen der vergangenen Tage eine Rolle.

Ein Quartalsumsatz unter Markterwartungen brockte Electronic Arts den größten Kursrutsch seit dem Börsen-Crash vom März ein. Die Aktien des Anbieters von Videospiele-Serien wie “Sims” oder “Fifa” fielen um mehr als sieben Prozent. Die Erlöse lagen deutlich unter den Erwartungen von Analysten.

Reporterin: Christina Amann, redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter 030 2201 33702

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