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Marktbericht USA

MÄRKTE-US-Börsenrally vorerst beendet

Frankfurt, 10. Nov (Reuters) - Die Euphorie über die Fortschritte bei der Entwicklung eines Coronavirus-Impfstoffs ebbt etwas ab. Der US-Standardwerteindex Dow Jones stieg zur Eröffnung am Dienstag um 0,2 Prozent, nachdem er am Montag den größten Tagesgewinn seit einem knappen halben Jahr verbucht hatte. Der breit gefasste S&P 500 und der technologielastige Nasdaq gaben sogar bis zu 1,4 Prozent nach.

Unter Verkaufsdruck standen erneut die Profiteure der Pandemie-bedingten Beschränkungen der vergangenen Monate. Die Aktien des Online-Händlers Amazon, des Streaming-Dienstes Netflix oder des Elektronik-Konzerns Apple büßten bis zu 1,6 Prozent ein. Im Vergleich zum Jahreswechsel lagen die Papiere aber immer noch zwischen 45 und 70 Prozent im Plus. Der aktuelle Kursabschwung könnte länger andauern, prognostizierte Art Hogan, Chef-Anlagestratege des Vermögensverwalters National Securities. “Sie basiert auf der Tatsache, dass wir Hinweise dafür haben, das sich die Lage verbessert.

Am Montag hatten die Mainzer Firma BioNTech und ihr US-Partners Pfizer mit ermutigenden Test-Ergebnissen Hoffnungen auf die rasche Zulassung ihres Coronavirus-Impfstoffs geschürt und an den Börsen weltweit ein Kursfeuerwerk ausgelöst. Die Aktien dieser beiden Firmen bauten ihre Gewinne aus und stiegen an der Wall Street um bis zu 4,5 Prozent. Parallel dazu zogen die Titel von CureVac um gut zehn Prozent an, nachdem die Tübinger Firma detaillierte Ergebnisse einer klinischen Studie für ihren Corona-Impfstoff vorgelegt hatte.

Gefragt waren auch die Papiere des Pharmakonzerns Eli Lilly, die sich um rund drei Prozent verteuerten. Die US-Gesundheitsbehörde erteilte einem Mittel für die Behandlung von Corona-Patienten eine Notfall-Zulassung. Dies schmälere die Erfolgsaussichten des Medikamenten-Kandidaten von Regeneron, kommentierten die Analysten des Brokerhauses SVB Leerink. Die Aktien des Eli Lilly-Rivalen fielen um ein knappes Prozent.

Reporter: Hakan Ersen redigiert von Sabine Wollrab. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 030 2201 33711 für Politik und Konjunktur oder 030 2201 33702 für Unternehmen und Märkte.

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