December 27, 2017 / 1:34 PM / 10 months ago

Reuters-Journalisten in Myanmar bleiben in Haft

Yangon (Reuters) - Die beiden in Myanmar festgenommenen Journalisten der Nachrichtenagentur Reuters bleiben für zwei weitere Wochen in Haft.

Reuters journalists Wa Lone (L) and Kyaw Soe Oo, who are based in Myanmar, pose for a picture at the Reuters office in Yangon, Myanmar December 11, 2017. Picture taken December 11, 2017. REUTERS/Antoni Slodkowski TPX IMAGES OF THE DAY

Das entschied der zuständige Richter Ohn Myint am Mittwoch nach einem entsprechenden Antrag der Polizei. Sie wurden in ein Gefängnis gebracht, nachdem sie bislang auf einem Polizeigelände festgehalten worden waren. Die Reuters-Reporter Wa Lone und Kyaw Soe Oo wurden am 12. Dezember verhaftet. Dem Informationsministerium zufolge wird ihnen “illegale Informationsbeschaffung mit dem Ziel der Weitergabe an ausländische Medien” angelastet. Darauf steht eine Höchststrafe von 14 Jahren. Die Journalisten hatten an einer Geschichte über das Vorgehen des Militärs gegen die muslimische Minderheit der Rohingya gearbeitet.

Die beiden Journalisten sagten, dass sie nicht misshandelt wurden. “Die Lage ist okay”, sagte Wa Lone nach der Gerichtsanhörung, bei der sie erstmals seit ihrer Festnahme Familienmitglieder und Anwälte treffen konnten. “Wir haben weder gegen das Mediengesetz noch gegen die Ethik verstoßen. Wir werden weiterhin unser Bestes geben.” Ein Reuters-Sprecher forderte die Freilassung. “Diese beiden Journalisten werden dafür festgehalten, dass sie ihre Arbeit gemacht haben”, sagte der Sprecher. “Es ist an der Zeit, dass Wa Lone und Kyaw Soe Oo freigelassen werden.” Die Regierungen der USA, von Großbritannien, Kanada und anderer Länder haben ebenso wie Vertreter der Vereinten Nationen und der Europäischen Union ebenfalls Freilassung der beiden gefordert.

Seit August sind etwa 655.000 Rohingya aus dem überwiegend buddhistisch geprägten Myanmar nach Bangladesch geflohen. Auslöser sollen Angriffe von militanten Rohingya auf Armeeposten gewesen sein, woraufhin das Militär massiv gegen die Bevölkerungsgruppe zurückschlug. Die UN hatten das ein Beispiel für “ethnische Säuberungen” genannt.

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