28. August 2017 / 13:10 / vor einem Monat

Papst kündigt Myanmar-Besuch inmitten Rohingya-Krise an

Police guard UN convoy which carries INGO and UN staff as they flee from Maungdaw after Arakan Rohingya Salvation Army (ARSA) attacked, in Buthidaung, Myanmar August 28, 2017. RETUERS/Soe Zeya Tun

Rom (Reuters) - Inmitten der Krise um die muslimische Minderheit in Myanmar hat Papst Franziskus einen Besuch der Region angekündigt.

Ende November bis Anfang Dezember werde das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche Myanmar und das benachbarte Bangladesch besuchen, teilte der Vatikan am Montag mit. Im Februar hatte Franziskus die Behandlung der Bevölkerungsgruppe der Rohingya in Myanmar massiv kritisiert. Sie würden gefoltert und getötet, nur weil sie ihre Kultur und ihren Glauben behalten wollten, hatte der Papst erklärt.

In den vergangenen Tagen sind die ethnisch motivierten Auseinandersetzungen in Myanmar eskaliert. Ausgelöst wurde die Gewalt durch Angriffe von Aufständischen auf Polizei- und Armeeposten. Mehr als 100 Menschen wurden getötet, Tausende Rohingya flohen, viele nach Bangladesch. 1,1 Millionen Rohingya leben in der Region Rakhine im überwiegend buddhistischen Myanmar. Ihnen wird die Staatsangehörigkeit verweigert, zudem ist ihre Reisefreiheit eingeschränkt.

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