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UNHCR soll für sichere Rückkehr der Rohingya nach Myanmar sorgen
November 26, 2017 / 11:03 AM / 22 days ago

UNHCR soll für sichere Rückkehr der Rohingya nach Myanmar sorgen

Dhaka (Reuters) - Myanmar und Bangladesch wollen gemeinsam mit dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR für eine sichere Rückkehr Hunderttausender Rohingya in ihre Heimat sorgen.

Rohingya refugee Mogoma Begum, 11, shows the scar on her leg at her makeshift shelter at Roikhong refugee settlement, near Cox's Bazar, Bangladesh November 25, 2017. Begum was attacked with a machete as she was trying to escape an attack on her village by Myanmar military, according to her father. REUTERS/Susana Vera

Eine entsprechende Vereinbarung der beiden Länder sei ein erster Schritt zur Repatriierung, die in zwei Monaten beginnen werde, sagte der Außenminister von Bangladesch, Abul Hassan Mahmood Ali, am Samstag. Menschenrechtsgruppen hatten angemahnt, dass die Heimkehr der Flüchtlinge nach Myanmar von unabhängiger Seite überwacht werden müsse, damit die muslimische Minderheit nicht erneut Opfer von Gewalt werde.

Bangladesch kündigte an, dass eine Arbeitsgruppe mit Vertretern beider Ländern und des UNHCR gebildet werde, in der Details der Rückführung ausgearbeitet werden sollen. Myanmar hatte am Donnerstag der Rückkehr der verfolgten Rohingya zugestimmt.

In den vergangenen Monaten sind etwa 620.000 Rohingya aus dem überwiegend buddhistisch geprägten Myanmar nach Bangladesch geflohen. Seit dem Aufstand von Rohingya-Extremisten in Myanmar am 25. August ist das Militär verstärkt gegen die Minderheit vorgegangen. Die Vereinten Nationen werfen der Armee im Konflikt mit den Extremisten “ethnische Säuberungen” vor. Die Regierung des früher Birma genannten Landes dementiert Verbrechen an den Rohingya. Sie stuft die Minderheit als Staatenlose ein, auch wenn sie seit Generationen in dem Land leben.

Unklar war zunächst, wie für die Sicherheit zurückgekehrter Flüchtlinge gesorgt werden soll und ob sie wieder in ihren zum Teil niedergebrannten Heimatdörfern angesiedelt werden. Außerdem lagen zunächst keine Informationen zum künftigen rechtlichen Status der Rohingya in Myanmar vor.

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