February 18, 2009 / 3:20 PM / 11 years ago

Israel: Gaza-Blockade bleibt bis Freilassung von Geisel

Jerusalem (Reuters) - Israel hat einen dauerhaften Waffenstillstand mit der radikal-islamischen Hamas erneut von der Freilassung eines entführten israelischen Soldaten abhängig gemacht.

Eine weitere Öffnung der Grenzen zum Gazastreifen sei undenkbar, solange Gilad Schalit noch festgehalten werde, sagte ein Regierungssprecher nach einer Sitzung des Sicherheitskabinetts am Mittwoch. Schalit wurde 2006 entführt. Die vollständige Öffnung der Grenzübergänge zum Gazastreifen ist einer der Hauptstreitpunkte in den von Ägypten vermittelten Verhandlungen.

“Die Übergänge sind offen und werden für humanitäre Hilfe weiter offen bleiben”, sagte der Sprecher. Das Kabinett habe beraten, wie viele palästinensische Gefangene im Austausch für Schalit freigelassen würden. Zahlen nannte der Sprecher nicht. Aus diplomatischen Kreisen verlautete, vermutlich würden 1000 von insgesamt etwa 11.000 Palästinensern freikommen. Die Hamas sprach dagegen von 1400 Personen. Ein Hamas-Sprecher sagte, die Gruppe habe nichts gegen einen Gefangenentausch. Allerdings dürfe dies nicht zur Bedingung für einen dauernden Waffenstillstand gemacht werden.

Zuvor griff die israelische Luftwaffe wieder Ziele im Gazastreifen an. Bewohner und palästinensische Sicherheitskräfte berichteten, eines der Ziele sei ein Schmuggeltunnel in der Nähe der ägyptischen Grenze gewesen. Zudem sei ein bereits früher attackierter Komplex der dortigen Sicherheitskräfte bombardiert worden. Verletzte habe es nicht gegeben. Die israelischen Streitkräfte teilten mit, sieben Tunnel und ein anderes Ziel seien aus der Luft angegriffen worden.

Am Vortag waren aus dem Gazastreifen Granaten auf Israel abgefeuert worden. Israel befürchtet, dass in den Tunneln Waffen für den Kampf der Hamas gegen Israel geschmuggelt werden.

Israel hatte zum Jahreswechsel 22 Tage Krieg gegen die im Gazastreifen herrschende Hamas geführt. Seit dem 18. Januar ist ein Waffenstillstand in Kraft, der aber immer wieder gebrochen wurde. Ägypten bemüht sich derzeit um eine Festigung des Waffenstillstandes.

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