February 12, 2018 / 2:01 PM / 9 months ago

Unilever droht Internetplattformen mit Kürzen des Werbebudgets

The company logo for Unilever is displayed on a screen on the floor of the New York Stock Exchange (NYSE) in New York, U.S., February 17, 2017. REUTERS/Brendan McDermid

London (Reuters) - Der britisch-niederländische Konsumgüterhersteller Unilever droht seinen Werbeetat bei digitalen Plattformen wie Facebook und Google einzuschränken.

Marketing-Chef Keith Weed sagte am Montag auf einer Konferenz in Kalifornien laut Redetext, man werde künftig nur noch Reklame machen, wo Kinderschutz gewährleistet sei und keine “Spaltung” der Gesellschaft vorangetrieben werde. “Als zuverlässiger Anzeigenkunde will Unilever nicht auf Plattformen Werbung machen, die keinen positiven Beitrag für die Gesellschaft leisten”, sagte der Manager des Herstellers von Dove-Seife und Ben&Jerry’s-Eis. Zudem werde man das Thema geschlechtsspezifische Stereotypen angehen.

Unilever selbst war voriges Jahr stark in die Kritik geraten wegen einer Dove-Werbung auf Facebook, die vielen als rassistisch galt. Das Unternehmen hatte sich daraufhin entschuldigt. Weed sagte, Konsumenten sei der Mehrwert für Werbekunden weitgehend egal. “Aber es geht sie sehr wohl etwas an, wenn sie ihre Marken sehen, die neben Anzeigen platziert sind, die Terror finanzieren oder die Ausbeutung von Kindern.”

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