April 12, 2018 / 5:23 AM / in 5 months

Deutscher Entwicklungshelfer in Niger verschleppt

Niamey (Reuters) - In Niger ist ein deutscher Entwicklungshelfer entführt worden.

Bewaffnete auf Motorrädern hätten den Mann etwa 25 Kilometer südlich der Stadt Inates verschleppt, sagte Generalstaatsanwalt Cheibou Samna in der Nacht zum Donnerstag. Die Region liegt an der Grenze zu Mali. Die in Bonn ansässige Hilfsorganisation “Help” bestätigte die Entführung eines erfahrenen Mitarbeiters. “Wir können aufgrund der Sicherheitslage keine weiteren Informationen an die Öffentlichkeit kommunizieren”, sagte eine Sprecherin. Vom Auswärtigen Amt war keine Stellungnahme zu dem Fall zu bekommen.

Niger ist eines der ärmsten Länder der Welt. Auf dem Index der menschlichen Entwicklung der Vereinten Nationen rangiert es derzeit auf Platz 187 von 188 Ländern, obwohl es über reiche Bodenschätze wie etwa Uranvorkommen verfügt. Durch Niger verlaufen wichtige Transitrouten für den Schmuggel von Menschen, Waffen und Drogen. Auch radikale Islamisten profitieren von dem Geschäft und destabilisieren das Land weiter.

Deutschland unterstützt Entwicklungsprojekte in Niger. Gemeinsam mit Frankreich fördert es auch den Aufbau einer 5000 Mann starken Eingreiftruppe der fünf Sahel-Staaten Mali, Niger, Burkina Faso, Tschad und Mauretanien, die gegen Terror und Kriminalität in der Region vorgehen soll. In der nigrischen Hauptstadt Niamey betreibt die Bundeswehr zudem ihr logistisches Drehkreuz für den Einsatz im Norden Malis, wo als Teil einer Blauhelm-Mission rund 1000 deutsche Soldaten in der Stadt Gao stationiert sind.

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