February 20, 2010 / 2:58 PM / 10 years ago

Nach Putsch in Niger - Opposition fordert freie Wahlen

Niamey (Reuters) - Nach dem Putsch in Niger hat die größte Oppositionsgruppe des westafrikanischen Landes von der Militärjunta freie Wahlen gefordert.

“Wir sind für die Wiedereinführung der Demokratie und wir wollen der Armee bei dieser Mission zur Seite stehen”, sagte der Sprecher der CFDR, Bazoum Mohammed, am Samstag auf einer Kundgebung vor mehr als 10.000 Anhängern in der Hauptstadt Niamey. Mohammed fügte hinzu, dass seine Gruppierung der Junta für ihr Eingreifen danke.

Die CFDR hatte ein Memorandum an die Militärs übermittelt und darin eine Rückkehr zur verfassungsgemäßen Ordnung gefordert, nachdem der damalige Präsident Mamadou Tandja 2009 seine Machtbefugnisse ausgebaut und seine Amtszeit verlängert hatte. Das Militär hatte am Donnerstag den Präsidentenpalast gestürmt, Tandja gefangengenommen und die Verfassung außer Kraft gesetzt. Ein Angehöriger der Junta bezeichnete den Putsch später als “im Interesse des Landes”, erwähnte jedoch keine Wahlen. Das Vorgehen des Militärs war international auf Protest gestoßen.

Reporter: Abdoulaye Massalatchi; geschrieben von Tom Körkemeier; redigiert von Andreas Kenner

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