May 14, 2018 / 6:26 AM / 7 months ago

USA stellen Nordkorea Investitionen in Aussicht

FILE PHOTO: North Korean leader Kim Jong Un shakes hands with U.S. Secretary of State Mike Pompeo in this May 9, 2018 photo released on May 10, 2018 by North Korea's Korean Central News Agency (KCNA) in Pyongyang. KCNA/via REUTERS ATTENTION EDITORS - THIS PICTURE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. REUTERS IS UNABLE TO INDEPENDENTLY VERIFY THE AUTHENTICITY, CONTENT, LOCATION OR DATE OF THIS IMAGE. NO THIRD PARTY SALES. SOUTH KOREA OUT.

Seoul/Washington (Reuters) - US-Außenminister Mike Pompeo hat Nordkorea bei einer vollständigen atomaren Abrüstung die Aufhebung von Sanktionen in Aussicht gestellt.

Seine Regierung würde in diesem Falle Investitionen amerikanischer Unternehmen erlauben, sagte der Politiker am Sonntag in mehreren US-Talksendungen. Sie könnten etwa helfen, das Stromnetz aufzubauen. Möglich seien auch Investitionen in die Infrastruktur und die Landwirtschaft, sollte Nordkorea auf die US-Forderungen eingehen. “Wir können Bedingungen für echten Wohlstand der Nordkoreaner schaffen, der es mit dem des Südens aufnehmen kann.” Einen Einsatz von US-Steuergeld lehnte Pompeo aber ab.

Die Führung in Pjöngjang hatte angekündigt, Ende Mai die Atomtestanlage Punggye Ri zu zerstören. Dazu sollen Staatsmedien zufolge die Tunnel gesprengt und die Eingänge blockiert werden. Zudem würden Beobachtungspunkte, Forschungsgebäude und Wachposten abgebaut. Die USA und Südkorea begrüßten die Ankündigung. Dies zeige, dass Nordkorea zu den Absprachen des koreanischen Gipfeltreffens im April stehe, sagte ein Sprecher des Präsidialamtes in Seoul. US-Präsident Donald Trump twitterte: “Danke, eine sehr kluge und freundliche Geste.”

Trump trifft sich am 12. Juni mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un in Singapur. Ein wichtiges Thema ist dabei das Atomprogramm des isolierten Staates. Die Atom- und Raketentests hatten im vergangenen Jahr zu starken Spannungen geführt. Trump und Kim überzogen sich immer wieder mit verbalen Attacken und Drohungen. Seit Jahresbeginn herrscht Tauwetter. Der Gipfel in Singapur ist das erste Treffen eines US-Präsidenten mit einem nordkoreanischen Machthaber überhaupt.

Nordkorea hat sich grundsätzlich zu einer atomaren Abrüstung bekannt. Es ist aber unklar, ob der Staat die Waffen freiwillig aufgibt. Kim hatte angekündigt, sein Land brauche keine Atomtests mehr, weil es bereits Nuklearwaffen entwickelt habe. Das Atomprogramm ist von der Herrscherfamilie als Überlebensgarantie angesehen worden.

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