June 19, 2018 / 1:07 PM / 5 months ago

Kim übt nach Gipfeltreffen mit Trump Schulterschluss mit China

North Korea's leader Kim Jong Un listens to U.S. President Donald Trump as they meet in a one-on-one bilateral session at the start of their summit at the Capella Hotel on the resort island of Sentosa, Singapore June 12, 2018. Picture taken June 12, 2018. REUTERS/Jonathan Ernst TPX IMAGES OF THE DAY

Peking (Reuters) - Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat nach dem historischen Treffen mit US-Präsident Donald Trump in China Rückendeckung für einen Atomwaffenabbau in Korea erhalten.

Chinas Präsident Xi Jinping sicherte ihm am Dienstag nach einer persönlichen Unterredung in Peking laut staatlichen Fernsehberichten weitere Unterstützung zu. Er sei glücklich über das “positive” Ergebnis des Gipfeltreffens in Singapur. Kim äußerte seinerseits die Hoffnung, den Friedensprozess gemeinsam mit der Volksrepublik vorantreiben zu können. Anders als bei den beiden vorausgegangenen Visiten Kims in Peking in diesem Jahr hatte China das Kommen des nordkoreanischen Staatschefs angekündigt. Zuvor waren die Besuche stets geheim gehalten und erst im Nachhinein bestätigt worden.

Kim hatte sich mit Trump auf einen Abbau aller Atomaffen auf der koreanischen Halbinsel geeinigt. Im Gegenzug garantieren die USA für die Sicherheit des abgeschotteten Landes und kündigten an, ihre gemeinsamen Militärmanöver mit Südkorea auszusetzen. Den Worten folgten nun Taten: Die Pläne für die Übung “Ulchi Freedom Guardian” im August würden nicht weiter vorangetrieben, teilte das südkoreanische Verteidigungsministerium mit. Auch die US-Regierung bestätigte den Beschluss.

Im vergangenen Jahr hatten 50.000 südkoreanische und 17.500 US-Soldaten an “Ulchi Freedom Guardian” teilgenommen. Auch Streitkräfte aus Australien, Kanada, Kolumbien, Dänemark, Neuseeland, den Niederlanden und Großbritannien beteiligten sich. Trump hatte nach seinem Gipfeltreffen mit Kim überraschend angekündigt, die “Kriegsspiele” einzustellen, die teuer und provozierend seien. Der Schritt ist im US-Militär und dem Kongress umstritten. Die Kosten werden auf einen zweistelligen Millionen-Dollar-Betrag geschätzt - eine relativ niedrige Summe im Verhältnis zum gesamten Wehretat der USA von fast 700 Milliarden Dollar.

Nordkoreas Nachbar Japan sieht das Aussetzen der Manöver mit gemischten Gefühlen: Verteidigungsminister Itsunori Onodera sagte, von Nordkorea gehe weiterhin eine Bedrohung aus. Gemeinsame Manöver seien daher notwendig, um Frieden und Stabilität in der Region zu sichern.

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