June 20, 2019 / 6:41 AM / in a month

Xi betont in Nordkorea unerschütterliche Freundschaft

North Korean leader Kim Jong Un attends a meeting with Russian President Vladimir Putin (not pictured) at Far East Federal University on Russky Island in Vladivostok, Russia, April 25, 2019. Sergei Ilnitsky/Pool via REUTERS

Peking (Reuters) - Chinas Präsident Xi Jinping hat staatlichen Medien zufolge bei einem Treffen mit Machthaber Kim Jong Un in Pjöngjang die unerschütterliche Freundschaft zu Nordkorea betont.

Diese bleibe von den Entwicklungen auf der Weltbühne unberührt, berichtete das chinesische Fernsehen am Donnerstag. Xi sei bei einer gemeinsamen Fahrt mit Kim in einem offenen Auto von den Menschenmassen herzlich begrüßt worden. Xi ist der erste chinesische Staatschef seit 14 Jahren, der dem international weitgehend isolierten Nachbarland einen Besuch abstattet. Der auf zwei Tage angelegte Aufenthalt findet eine Woche vor dem G20-Gipfel im japanischen Osaka statt, wo auch Beratungen zwischen Xi und US-Präsident Donald Trump geplant sind.

Weil China ein wichtiger Verbündeter der Führung in Pjöngjang ist, könnte die Volksrepublik eine entscheidende Rolle im Streit über Nordkoreas Atomprogramm und bei Bemühungen um eine Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel spielen. “Die Welt hofft, dass Nordkorea und die USA Gespräche führen können und dass diese Gespräche Ergebnisse bringen”, sagte Xi zu Kim den chinesischen Staatsmedien zufolge. Im Februar war ein zweiter Gipfel zwischen Kim und Trump in Hanoi gescheitert. Eine Vermittlerrolle könnte China auch selbst im Handelsstreit mit den USA zugutekommen.

“Genosse Xi kommt zu Besuch inmitten wichtiger und schwieriger Aufgaben angesichts komplexer internationaler Beziehungen”, schrieb die staatliche nordkoreanische Zeitung “Rodong Sinmun”. Das zeige deutlich, dass Chinas Partei und Regierung der Freundschaft mit Nordkorea eine große Bedeutung beimessen würden. Das Treffen hebe die gegenseitigen Verbindungen hervor, die “trotz Gegenwindes niemals ins Schwanken geraten”. Außerdem werde die “Blutsbande zwischen zwei Völkern” gestärkt, hieß es im Leitartikel der Zeitung.

Zu Xis Delegation gehört unter anderem der Chef der Wirtschaftsplanungsbehörde. Nordkorea verspricht sich Hilfe aus China für seine von internationalen Sanktionen gebeutelte Wirtschaft. Kim ist seit vergangenem Jahr vier Mal zu Gesprächen nach China gereist. Auf Xis Programm steht chinesischen Medien zufolge unter anderem ein Bankett. Außerdem wird Xi einer Massengymnastik zusehen und den Freundschaftsturm besuchen, der an chinesische Soldaten erinnert, die im Korea-Krieg 1950 bis 1953 an der Seite des Nordens gekämpft haben.

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