7. September 2017 / 04:57 / vor 19 Tagen

Trump zu Xi - Militärschlag gegen Nordkorea nicht erste Wahl

U.S. President Donald Trump and Chinese President Xi Jinping (R) shake hands prior to a meeting on the sidelines of the G20 Summit in Hamburg, Germany, July 8, 2017. REUTERS/Saul Loeb, Pool

Peking/Washington (Reuters) - Im Atomkonflikt mit Nordkorea hat US-Präsident Donald Trump einen Militärschlag nicht als seine erste Wahl bezeichnet.

Allerdings müsse man sehen, was in nächster Zeit passiere, sagte Trump am Mittwoch nach einem Telefongespräch mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping. Beide hätten sehr offen miteinander gesprochen, und Xi wolle sich in der Nordkorea-Frage engagieren. “Wir werden sehen, ob er das schafft oder nicht”, erklärte Trump vor Journalisten. “Wir werden uns aber nicht mit dem abfinden, was in Nordkorea passiert.” Trump hat China bereits wiederholt dazu aufgefordert, verstärkt Druck auf den Handelspartner auszuüben.

Xi drang dem Pekinger Außenministerium zufolge in dem Telefonat mit Trump auf eine friedliche Beilegung des Konflikts. Die Volksrepublik setze auf Konsultationen und Dialog, teilte das Ministerium mit. Große Bedeutung werde auch dem in diesem Jahr geplanten Besuch Trumps in China beigemessen. Trump habe sich tief besorgt über Nordkorea geäußert und China eine “wichtige Rolle” bei der Lösung des Konflikts zugesprochen.

Nach dem jüngsten Atomtest Nordkoreas und anhaltender Drohungen aus Pjöngjang ringt die Weltgemeinschaft um eine gemeinsame Reaktion. Wie China setzt auch Russland vor allem auf Gespräche. Beide UN-Vetomächte haben Zweifel an härteren Sanktionen geäußert, die unter anderem von den USA, Südkorea und Deutschland gefordert werden. Die Führung in Peking fürchtet unter anderem eine Flüchtlingswelle, wenn schärfere Strafen zu einem vollständigen Zusammenbruch des abgeschotteten Nachbarn führen sollten. Russland steht wegen des Ukraine-Konflikts selbst unter internationalen Sanktionen. Nordkorea hat sich in den vergangenen Jahren durch zahlreiche Strafmaßnahmen nicht von der Weiterentwicklung seines Rüstungsprogramms abhalten lassen.

Nordkoreanische Raketen können Südkorea, Japan und inzwischen auch Teile der USA erreichen. In Japan lösten Nordkoreas Atom- und Raketentests eine Debatte über die Stationierung von US-Atomwaffen aus. Das chinesische Militär gab unterdessen ein Manöver nahe der koreanischen Halbinsel bekannt, bei dem die Abwehr eines Überraschungsangriffs geübt worden sei.

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