August 2, 2018 / 1:17 PM / in 3 months

Nordkorea fürchtet wegen Hitzewelle katastrophale Folgen für Ernte

Seoul (Reuters) - Das von internationalen Sanktionen betroffene Nordkorea befürchtet wegen einer Hitzewelle massive Ernteeinbußen.

FILE PHOTO: North Koreans take a truck through a path amongst the fields, along the Yalu River, in Sakchu county, North Phyongan Province, North Korea, June 20, 2015. REUTERS/Jacky Chen/File Photo

Die Dürre könnte zu einer beispiellosen Naturkatastrophe führen, warnte das Parteiorgan “Rodong Sinmun” am Donnerstag. Deshalb müssten alle Kräfte mobilisiert werden, um dagegen anzugehen. Die Temperaturen sind seit Ende Juli in einigen Regionen des Landes auf ein Rekordniveau von über 40 Grad Celsius gestiegen. An Nutzpflanzen wie Reis und Mais seien mittlerweile Schäden zu erkennen, hieß es in einem Leitartikel auf der Titelseite. Ähnliche Warnungen in staatlichen Medien hatten in den vergangenen Jahren die Hilfe aus dem Ausland angekurbelt und den Zusammenhalt im Landesinneren gestärkt.

Wegen des Raketen- und Atomwaffenprogramms Nordkoreas hat die internationale Gemeinschaft umfassende Sanktionen verhängt. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hatte im April eine neue Strategie ausgegeben, die statt der Rüstung die Entwicklung der Wirtschaft in den Mittelpunkt rückt. Seit dem Treffen mit US-Präsident Donald Trump in Singapur im Juni hat Kim diesen Schwerpunktwechsel durch Besuche zahlreicher Industriefabriken und Sonderwirtschaftszonen unterstrichen.

In den 1990er Jahren litt die Bevölkerung Nordkoreas unter einer Hungersnot, die durch eine Kombination aus schlechtem Wetter, Missmanagement und fehlenden Energielieferungen infolge des Zusammenbruchs der Sowjetunion zustande gekommen war. In dem Land fehlen vielerorts Bewässerungssysteme, weshalb eine Dürre dort schlimmere Folgen hat als in anderen Ländern. Bisher gibt es aber noch keine unmittelbaren Anzeichen eines Notstandes. Die Preise für Reis blieben zuletzt stabil, wie eine für Reuters erstellte Analyse der südkoreanischen Website “Daily NK” ergab, die Informationen von nordkoreanischen Händlern erhält. Die Preise würden eher durch Lieferungen aus China und weniger durch den Zustand des Getreides im Inland bestimmt, sagte Kang Mi Jin von “Daily NK”.

0 : 0
  • narrow-browser-and-phone
  • medium-browser-and-portrait-tablet
  • landscape-tablet
  • medium-wide-browser
  • wide-browser-and-larger
  • medium-browser-and-landscape-tablet
  • medium-wide-browser-and-larger
  • above-phone
  • portrait-tablet-and-above
  • above-portrait-tablet
  • landscape-tablet-and-above
  • landscape-tablet-and-medium-wide-browser
  • portrait-tablet-and-below
  • landscape-tablet-and-below