February 12, 2017 / 9:27 AM / 2 years ago

Nordkorea testet erneut Rakete

North Korean leader Kim Jong Un provides field guidance to the drill for ballistic rocket fire of the Hwasong artillery units of the KPA Strategic Force in this undated picture provided by KCNA in Pyongyang on July 21, 2016. KCNA/via ReutersATTENTION EDITORS - THIS IMAGE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. EDITORIAL USE ONLY. REUTERS IS UNABLE TO INDEPENDENTLY VERIFY THIS IMAGE. SOUTH KOREA OUT. NO THIRD PARTY SALES. NOT FOR USE BY REUTERS THIRD PARTY DISTRIBUTORS.Ê TPX IMAGES OF THE DAY - RTSIY5J

Seoul (Reuters) - Nordkorea hat erneut eine ballistische Rakete getestet und damit nun auch erstmals in der Amtszeit des neuen US-Präsidenten Donald Trump.

Das Geschoss sei im Westen des Landes abgefeuert worden und nach rund 500 Kilometern östlich der Küste ins Japanische Meer gestürzt, teilte das südkoreanische Militär am Sonntag mit. Dies sei wohl Teil einer Machtdemonstration als Antwort auf den harten Nordkorea-Kurs der neuen US-Regierung. Die USA kündigten eine entschlossene Reaktion an. Möglich seien weitere Sanktionen und eine verstärkte Militärpräsenz in der Region, sagte ein Regierungsvertreter zur Nachrichtenagentur Reuters. Eine Eskalation solle aber vermieden werden.

Trump habe eine Provokation Nordkoreas nach seinem Amtsantritt erwartet, sagte der Regierungsvertreter. Daher sei der Raketentest keine Überraschung gewesen. Die US-Führung wäge nun die Optionen ab. Unter anderem wolle man China dazu drängen, seinen Einfluss stärker geltend zu machen, um Nordkorea Einhalt zu gebieten.

Auch Südkorea und Japan verurteilten den Test. Südkorea sprach von einer schweren Gefahr für Frieden und Sicherheit in der Region und einem klaren Verstoß gegen die Resolutionen des UN-Sicherheitsrats. Auch Japan sprach von einem provokativen Akt, der bewusst zum Besuch des japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe auf Trumps Anwesen in Florida stattgefunden habe. Trump versicherte auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Abe Japan die Unterstützung der USA. Die Vereinigten Staaten stünden zu 100 Prozent hinter ihrem Verbündeten. Abe sagte, der Test sei absolut inakzeptabel.

Bereits im vergangenen Jahr hatte Nordkorea mehr als zwanzig Raketentests und zwei Atomtests absolviert und damit gegen Resolutionen der Vereinten Nationen (UN) verstoßen. Machthaber Kim Jong Un hatte in seiner Neujahrsansprache angekündigt, dass das Land auch kurz vor dem Test einer Interkontinental-Rakete stehe.[nL5N1ER044][nL5N1EY0PM] Dem US-Verteidigungsministerium zufolge handelte es sich bei dem Test nun allerdings nicht um eine solche Langstrecken- sondern um eine Mittelstreckenrakete. Es werde geprüft, ob es eine Mittelstrecken-Rakete vom Typ Musudan gewesen sein könnte, die eine Reichweite von bis zu 3000 Kilometer haben soll, meldete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. Sie war vom Norden im vorigen Jahr acht Mal erprobt worden sei. Die Versuche waren aber zumeist gescheitert.

Eine Interkontinental-Rakete hat etwa mindestens 5500 Kilometer Reichweiter, manche Raketen auch über 10.000 Kilometer. Kalifornien ist etwa 9000 Kilometer von Nordkorea entfernt.

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