July 31, 2018 / 6:18 AM / 4 months ago

Bericht - Nordkorea baut wohl erneut Interkontinentalraketen

A satellite image shows the Sanumdong missile production site in North Korea on July 29, 2018. Planet Labs Inc/Handout via REUTERS ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. MANDATORY CREDIT. NO RESALES. NO ARCHIVES.

Washington/Seoul (Reuters) - Ungeachtet der Entspannungsbemühungen scheint Nordkorea einem US-Medienbericht zufolge weiter ballistische Interkontinentalraketen zu bauen.

In der Forschungseinrichtung Sanumdong bei Pjöngjang werde an ein bis zwei mit Flüssigtreibstoff betriebenen Raketen gearbeitet, berichtete die “Washington Post” am Montag. In Sanumdong wurde auch die erste ballistische Interkontinentalrakete Nordkoreas, die die USA erreichen kann, hergestellt. Ein US-Vertreter bestätigte, es seien erneut Aktivitäten an der Anlage beobachtet worden. Abgesandte des nord- und südkoreanischen Militärs kamen am Dienstag zu Beratungen im Grenzort Panmunjom zusammen. Dabei gehe es um vertrauensbildende Maßnahmen, teilte die südkoreanische Seite mit.

Auf Fotos und Infrarotbildern seien Transporte in die Forschungsanlage zu sehen, sagte eine mit den Geheimdienstinformationen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Es sei aber nicht zu erkennen, wie weit fortgeschritten ein möglicher Bau von Raketen sei. Flüssigtreibstoff-Raketen stellten keine so große Gefahr dar wie Raketen, die mit festen Treibstoffen versehen würden. Es dauere vor einem Abschuss länger, sie zu betanken, und das dürften die Geheimdienste vermutlich mitbekommen. Mögliche neue Raketen dienten vermutlich Tests, um die Robustheit und die Zielgenauigkeit zu verbessern, sagte der Insider.

Das US-Präsidialamt lehnte eine Stellungnahme zu Geheimdienstinformationen ab. Präsident Donald Trump hatte nach seinem Treffen mit Machthaber Kim Jong Un erklärt, Nordkorea stelle keine atomare Gefahr mehr dar. US-Außenminister Mike Pompeo zufolge produziert das Land jedoch weiterhin Material für Atombomben. Dennoch seien Fortschritte in den Gesprächen der US-Regierung mit der Führung in Pjöngjang zu erkennen. Bei dem Gipfel im Juni hatte Kim zugesagt, an einer Denuklearisierung zu arbeiten, aber keine Details genannt.

GESPRÄCHE IN PANMUNJOM

Das Treffen der Militärvertreter Nord- und Südkoreas war das zweite seiner Art seit Juni. Südkoreas Chefunterhändler Kim Do Gyun sagte, er werde sich darum bemühen, substanzielle Ergebnisse zu erzielen, um Spannungen ab- und Vertrauen aufzubauen. Bei dem Treffen sollte es um die Reduzierung von Feuerwaffen und Personal in der Demilitarisierten Zone zwischen beiden Ländern gehen. Auch dürfte die gemeinsame Ausgrabung der Gebeine von Soldaten, die während des Kriegs 1950 und 1953 getötet wurden, Thema der Beratungen sein. Nordkoreas Verhandlungsführer, General Ahn Ik San, betonte die Rolle des Militärs bei den Bemühungen um “Frieden und Wohlstand”.

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