August 3, 2018 / 9:05 AM / 3 months ago

Russland dementiert Bericht über nordkoreanische Arbeiter

Moskau/Washington (Reuters) - Russland hat einen Bericht des “Wall Street Journal” zurückgewiesen, wonach es Tausende Arbeiter aus Nordkorea ins Land gelassen und auch neue Arbeitsgenehmigungen erteilt haben soll.

The 8th meeting of the DPRK-Russia intergovernmental committee for cooperation in trade, economy, science and technology took place at the People's Palace of Culture on Wednesday in this photo released by North Korea's Korean Central News Agency (KCNA) in Pyongyang March 22, 2018. KCNA/via REUTERS ATTENTION EDITORS - THIS PICTURE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. REUTERS IS UNABLE TO INDEPENDENTLY VERIFY THE AUTHENTICITY, CONTENT, LOCATION OR DATE OF THIS IMAGE. NO THIRD PARTY SALES. SOUTH KOREA OUT.

Jede neue Genehmigung gelte für Arbeiter, die bereits in Russland seien und einen alten Vertrag hätten, sagte der russische Botschafter in Nordkorea, Alexander Matsegora, am Freitag der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Russland habe keine UN-Resolution zur Beschäftigung nordkoreanischer Arbeiter verletzt.

Das “Wall Street Journal” hatte unter Berufung auf US-Regierungskreise und russische Ministeriumsdaten berichtet, die Praxis stelle möglicherweise einen Verstoß gegen UN-Sanktionen dar, die im Atomstreit gegen Nordkorea verhängt wurden. Seit September seien 10.000 neue nordkoreanische Arbeiter registriert und in diesem Jahr mindestens 700 neue Arbeitsgenehmigungen ausgestellt worden.

Nordkoreanische Arbeiter würden jedes Jahr schätzungsweise zwischen 150 und 300 Millionen Dollar aus Russland in die Heimat überweisen, sagte ein US-Außenamtssprecher. Russland müsse sofort alle UN-Sanktionen umsetzen. Der UN-Sicherheitsrat hatte seine Strafmaßnahmen im September verschärft und dabei auch neue Arbeitsverträge für Nordkoreaner im Ausland untersagt. Ziel der Sanktionen ist es, den Geldzustrom für die Führung in Pjöngjang auszutrocknen. Das meiste von den Arbeitern überwiesene Geld landet dem Zeitungsbericht zufolge in Nordkoreas Staatskassen.

Mit den Sanktionen soll Nordkorea dazu gebracht werden, sein Atomwaffenprogramm aufzugeben. Auch die USA halten nach dem Treffen von Präsident Donald Trump mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un an ihren Strafmaßnahmen fest.

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