March 7, 2018 / 12:14 PM / 9 months ago

Trump wertet Anstrengungen Nordkoreas als ernsthaft

FILE PHOTO: North Korean leader Kim Jong Un watches the launch of a Hwasong-12 missile in this undated photo released by North Korea's Korean Central News Agency (KCNA) on September 16, 2017. KCNA via REUTERS/File Photo

Seoul (Reuters) - US-Präsident Donald Trump hat sich verhalten zuversichtlich über die jüngsten Gesprächsangebote Nordkoreas gezeigt.

“Ich glaube, sie sind aufrichtig”, sagte Trump. Dies sei auch deswegen so, weil Nordkorea die Sanktionen zu spüren bekomme, auch dank der großen Unterstützung Chinas. Südkoreas Präsident Moon Jae In warnte nach den jüngsten Gesprächen mit dem Norden allerdings vor zu hohen Erwartungen. “Wir sind noch nicht in einer Situation, in der wir optimistisch sein können”, sagte Moon am Mittwoch. Nordkorea hatte sich einer südkoreanischen Regierungsdelegation zufolge zu Gesprächen über eine atomare Abrüstung und einen einstweiligen Verzicht auf Atom- oder Raketentests bereiterklärt.

Zu möglichen Vorbedingungen für eventuelle Gespräche mit der Führung in Pjöngjang wollte Trump sich nicht äußern. “Wir werden sehen, was passiert.” US-Vizepräsident Mike Pence sagte, die USA hielten an ihrer Politik des “maximalen Drucks” fest. Alle Optionen blieben auf dem Tisch, bis es Beweise dafür gebe, dass Nordkorea Schritte zur atomaren Abrüstung unternehme.

Auch Moon erklärte, es gebe keinen Grund, nur wegen des geplanten Gipfeltreffens die im Atom- und Raketenstreit verhängten internationalen Sanktionen zu lockern oder aufzuheben. Es werde keine “Geschenke” für den Norden geben. Ziel Südkoreas bleibe eine atomwaffenfreie koreanische Halbinsel. Lediglich ein Schutz vor der Weiterverbreitung von Atomwaffen oder ein Moratorium könne nicht das endgültige Ziel sein.

SÜDKOREANER UNTERRICHTEN USA, RUSSLAND UND CHINA

Beim Besuch einer südkoreanischen Delegation im Norden hatte Machthaber Kim Jong Un diese Woche seine Bereitschaft für den Verzicht auf Atomwaffen erklärt, wenn die Sicherheit seines Landes garantiert sei. Zugleich vereinbarten beide Seiten ein Gipfeltreffen im kommenden Monat im Grenzort Panmunjom - das erste seit mehr als einem Jahrzehnt. Am Donnerstag sollten südkoreanische Vertreter in die USA reisen, um die US-Regierung über ihre Gespräche mit der Führung in Pjöngjang zu unterrichten.

Anschließend wird die Delegation in Russland und China erwartet. In einem Leitartikel der staatlichen chinesischen Zeitung “Global Times” hieß es, der Atomstreit könne nicht ohne China, Russland und den UN-Sicherheitsrat gelöst werden. Verhandlungen seien die einzige Lösung. Die Sechs-Parteien-Gespräche unter Einschluss der beiden koreanischen Staaten, Japans, Russlands, der USA und Chinas waren 2009 gescheitert. Nordkorea warf den USA Aggression vor.

Im Umfeld der Olympischen Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang im Februar hatte es eine leichte Entspannung in den Beziehungen zwischen den beiden koreanischen Staaten gegeben. Eine ranghohe Delegation aus dem Norden besuchte Südkorea und lud Präsident Moon nach Pjöngjang ein. In den Monaten zuvor hatten sich Nordkorea und Trump verbale Schlagabtausche geliefert und gegenseitig mit Vernichtung gedroht. Nordkorea drohte mit Atomwaffen, die jeden Winkel der USA erreichen könnten.

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