17. September 2017 / 10:02 / vor 5 Tagen

Moon und Trump für schärfere Sanktionen gegen Nordkorea

North Korean leader Kim Jong Un (not pictured) guides the launch of a Hwasong-12 missile in this undated photo released by North Korea's Korean Central News Agency (KCNA) on September 16, 2017. KCNA via REUTERS ATTENTION EDITORS - THIS PICTURE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. REUTERS IS UNABLE TO INDEPENDENTLY VERIFY THIS IMAGE. NO THIRD PARTY SALES. SOUTH KOREA OUT. TPX IMAGES OF THE DAY

Seoul/Peking (Reuters) - Nach dem jüngsten Raketentest Nordkoreas wollen US-Präsident Donald Trump und sein südkoreanischer Kollege Moon Jae In die Sanktionen gegen das kommunistische Land weiter verschärfen.

Darauf verständigten sich die beiden in einem Telefonat am Sonntag, wie das Präsidialamt in Seoul mitteilte. Zugleich verurteilten sie den erneuten Raketenabschuss der Führung in Pjöngjang. Die USA ziehen auch eine militärische Option weiter in Betracht. Dies sei allerdings nicht die erste Wahl der Regierung von Trump, sagte dessen Nationaler Sicherheitsberater H.R. McMaster am Freitag. Bundesaußenminister Sigmar Gabriel sprach bei seinem China-Besuch mit Staatsrat Yang Jiechi über die Krise: Es bedürfe einer doppelten Strategie aus Druck und Diplomatie, sagte der SPD-Politiker nach dem Treffen. Die beschlossenen Sanktionen müssten vollständig umgesetzt werden.

Während die Bundesregierung nur eine politische Lösung für möglich hält, sehen die USA bei Diplomatie und Sanktionen das Ende der Fahnenstange bald erreicht. Trump wolle auch vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen deutlich machen, dass es wichtig sei, extremen Druck auf Nordkorea auszuüben, sagte seine Sprecherin.

Bei Trumps Telefonat mit seinem südkoreanischen Amtskollegen verständigten sich beide auf eine engere Zusammenarbeit. “Die beiden Staatschefs vereinbarten, die Kooperation zu intensivieren und stärkere und brauchbare Sanktionen gegen Nordkorea anzuwenden, damit dieses versteht, dass Provokationen zu weiterer diplomatischer Isolation und wirtschaftlichem Druck führen”, sagte ein Sprecher Moons. Der UN-Sicherheitsrat hatte in einer Dringlichkeitssitzung den erneuten Raketentest als “empörendes Vorgehen” verurteilt. Das Gremium hatte erst vor wenigen Tagen die Sanktionen gegen das Land verschärft, ihm Textilimporte untersagt und die Rohöl-Importe begrenzt.

Nordkorea hatte am Freitag eine Rakete über Japan hinweg geschossen. Wissenschaftler nannten deren Reichweite von 3700 Kilometern bemerkenswert: Die Führung in Pjöngjang habe damit demonstriert, dass sie die US-Pazifikinsel Guam erreichen könne. Die Rakete flog über Japan hinweg und stürzte rund 2000 Kilometer östlich der Insel Hokkaido in den Pazifik.

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