May 28, 2009 / 9:13 AM / 10 years ago

Südkorea erhöht Alarmstufe nach Kriegsdrohung Nordkoreas

A visitor walks past models of a North Korean Scud-B missile (1st L) and South Korean missiles at the Korean War Memorial Museum in Seoul May 26, 2009. North Korea, defiant in the face of international condemnation of its latest nuclear test, fired two short-range missiles off its east coast on Tuesday and accused the United States of plotting against its government. REUTERS/Jo Yong-Hak (SOUTH KOREA POLITICS MILITARY)

Seoul (Reuters) - Südkorea hat nach der offenen Kriegsdrohung des Nordens seine Truppen in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt.

Die Befehlshaber der 670.000 südkoreanischen und 28.000 im Land stationierten US-Soldaten ordneten die höchste Stufe seit Nordkoreas erstem Atomtest im Oktober 2006 an. Sie unterstrichen damit ihre Einschätzung, dass von Nordkorea eine ernsthafte Gefahr ausgehe, erklärten die Militärs am Donnerstag.

Zugleich bahnte sich im UN-Sicherheitsrat eine Verschärfung der Sanktionen gegen Nordkorea an. Die Mitglieder des 15-köpfigen Gremiums seien sich im Grundsatz über ein härteres Vorgehen gegen die Führung in Pjöngjang einig, sagten westliche Diplomaten, die in die Beratungen in New York eingeweiht waren. Im Gespräch sind demnach ein Import- und Exportverbot aller Waffen und nicht wie bisher nur schwerer Waffen, das Einfrieren von Vermögenswerten und Reiseverbote für Vertreter des kommunistischen Landes sowie Handelseinschränkungen für weitere nordkoreanische Firmen. Voraussichtlich werde kommende Woche über die neuen Sanktionen abgestimmt.

Der Sicherheitsrat kritisierte das Land bereits am Montag scharf, nachdem es zum zweiten Mal eine Atombombe getestet und damit klar gegen eine UN-Resolution verstoßen hatte.

SCHLAGABTAUSCH IM GELBEN MEER?

Derweil bereitete sich Südkorea nach Informationen der größten Tageszeitung des Landes, der “Chosun Ilbo”, auf militärische Zwischenfälle wie einen Artillerie- oder Raketenbeschuss nahe einer umstrittenen Seegrenze im Gelben Meer an der Westküste der koreanischen Halbinsel vor. Am Mittwoch hatte ein Sprecher des nordkoreanischen Militärs gesagt, für die Sicherheit der südkoreanischen Schiffe in den Gewässern könne keine Garantie übernommen werden. Bereits 1999 und 2002 war es in der Region zu Seegefechten zwischen den beiden Nachbarn gekommen. Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap meldete unter Berufung auf Regierungskreise, Nordkorea plane womöglich weitere Tests von Kurzstreckenraketen in der Region.

Nach heftiger internationaler Kritik an seinem zweiten Atomtest hatte Nordkorea am Mittwoch dem Süden mit einem Militärangriff gedroht. Außerdem kündigte der Norden ein nach dem Koreakrieg in den 1950er Jahren geschlossenes Waffenstillstandsabkommen auf.

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