June 12, 2018 / 4:59 AM / 4 months ago

Kim und Trump zeigen sich optimistisch über Verlauf von Gipfel

- von Jack Kim und Steve Holland

U.S. President Donald Trump and North Korea's leader Kim Jong Un shake hands during a summit at the Capella Hotel on the resort island of Sentosa, Singapore June 12, 2018. REUTERS/Jonathan Ernst

Singapur (Reuters) - US-Präsident Donald Trump und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un haben sich optimistisch über den Beginn ihres historischen Gipfeltreffens geäußert.

Trumps sprach am Dienstag von einer “guten Beziehung”, die er zu Kim habe. Der Nordkoreaner sagte, es sei ein guter “Auftakt für Frieden”. Die USA verlangen, dass Nordkorea sein Atomprogramm vollständig, unumkehrbar und nachweisbar aufgibt. Nordkoreanischen Angaben zufolge steht auch auf der Tagesordnung, wie der Frieden auf der Halbinsel dauerhaft gesichert werden kann.

Die Politiker begrüßten sich mit einem langanhaltenden Händedruck und einem leichten Lächeln in einem Hotel auf der Ferieninsel Sentosa. Nach einem rund 40-minütigen Einzelgespräch mit Kim sagte Trump auf die Frage eines Journalisten, wie es laufe: “Sehr gut, sehr sehr gut. Gute Beziehung.” Auch Kim äußerte sich optimistisch. “Wir haben allerlei Skepsis und Spekulationen über diesen Gipfel überwunden und ich glaube, das ist gut für den Frieden.” Es werde Herausforderungen geben, aber er werde mit Trump zusammenarbeiten. Nach dem Einzeltreffen wurden die Gespräche in erweiterter Runde fortgesetzt. Dieser schloss sich ein Arbeitsessen an.

Unmittelbar vor den Beratungen hatte Trump getwittert: “Wir werden bald alle wissen, ob es anders als in der Vergangenheit einen wirklichen Deal geben kann oder nicht.” Trump hat auch ein Friedensabkommen ins Gespräch gebracht. Der Korea-Krieg vor 65 Jahren endete nur mit einem Waffenstillstandsabkommen. Formell gibt es zwischen Nordkorea und den USA bis heute keine diplomatischen Beziehungen.

US-Außenminister Mike Pompeo dämpfte Hoffnungen, dass es einen schnellen Durchbruch in den Verhandlungen geben könnte. Das Treffen solle den Rahmen für die schwierige Arbeit bilden, die folge. Die Sanktionen würden vorerst in Kraft bleiben, bis Nordkorea sein Atomprogramm aufgegeben habe. Nordkorea hat dazu bislang allerdings wenig Bereitschaft erkennen lassen. Für die Führung in Pjöngjang sind sie entscheidend für ihren Machterhalt.

Noch im vergangenen Jahr hatten sich Kim und Trump mit verbalen Attacken überzogen. So bezeichnete Trump Kim als “kleinen Raketenmann”, während der Machthaber den Präsidenten als “umnachteten US-Greis” titulierte. Seit Anfang des Jahres herrscht Tauwetter.

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