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Nordkorea bezeichnet Trumps UN-Rede als "Hundegebell"
September 21, 2017 / 5:18 AM / 3 months ago

Nordkorea bezeichnet Trumps UN-Rede als "Hundegebell"

Seoul (Reuters) - Der nordkoreanische Außenminister Ri Yong Ho hat die Rede von US-Präsident Donald Trump vor den Vereinten Nationen als “Hundegebell” zurückgewiesen.

North Korean leader Kim Jong Un gives field guidance during a visit to a fruit orchard in Kwail county, South Hwanghae province in this undated photo released by North Korea's Korean Central News Agency (KCNA) in Pyongyang September 21, 2017. KCNA via REUTERS ATTENTION EDITORS - THIS PICTURE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. REUTERS IS UNABLE TO INDEPENDENTLY VERIFY THIS IMAGE. NO THIRD PARTY SALES. SOUTH KOREA OUT. - RC1573E9E0D0

“Es gibt ein Sprichwort, das lautet: ‘Selbst wenn ein Hund bellt, geht die Parade weiter’”, sagte Ri am Rande der UN-Vollversammlung in New York. Trump hatte Nordkorea mit vollständiger Vernichtung gedroht. Südkorea, das sich durch die Aufrüstung des isolierten Nachbarlandes besonders bedroht fühlt, genehmigte am Donnerstag dennoch erstmals seit knapp zwei Jahren wieder Hilfslieferungen. Es sollten spezielle Lebensmittel für Kinder und Schwangere für 4,5 Millionen Dollar sowie Impfstoffe und Medikamente für 3,5 Millionen Dollar in den Norden geschickt werden, kündigte das Vereinigungsministerium an.

Nordkoreas Außenminister Ri sagte, Trump träume, wenn er gedacht haben sollte, “sein Hundegebell” werde Nordkorea überraschen. Auf die Frage, was er davon halte, dass Trump Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un einen “Raketenmann” bezeichnet habe, sagte Ri: “Mir tun seine Berater leid.” Trump hatte mit Blick auf die Atom- und Raketentests erklärt: “Der Raketenmann ist auf einer Selbstmordmission für sich selbst und sein Regime.” Trump erntete für seine Rede von zahlreichen führenden Politikern Kritik, darunter von Kanzlerin Angela Merkel.

UNICEF: 200.000 KINDER IN NORDKOREA UNTERERNÄHRT

Südkorea verteidigte die auch im eigenen Land umstrittenen Hilfslieferungen an den Norden. Die Hilfspolitik des Landes bleibe von den geopolitischen Spannungen unberührt, erklärte das Vereinigungsministerium. In Nordkorea leiden nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks etwa 200.000 Kinder an akuter Unterernährung. Zum letzten Mal hatte Südkorea im Dezember 2015 Hilfe in den Norden geschickt. In Südkorea drückten die Hilfsbemühungen die Zustimmungswerte von Präsident Moon Jae In. Auch in Japan und den USA sorgte der Plan für Bedenken.

China warnte davor, den Konflikt mit Nordkorea außer Kontrolle geraten zu lassen. Außenminister Wang Yi rief alle Beteiligten zur Besonnenheit auf. Zugleich forderte er Südkorea erneut auf, das US-Raketenabwehrsystem Thaad wieder von seinem Territorium zu entfernen. China betrachtet das System als Bedrohung für seine eigene Sicherheit.

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