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Trumps Stellvertreter warnt Nordkorea vor US-Stärke
April 16, 2017 / 10:46 AM / in 8 months

Trumps Stellvertreter warnt Nordkorea vor US-Stärke

Seoul (Reuters) - US-Vizepräsident Mike Pence hat Nordkorea nach einem erneuten Raketentest vor der Stärke der amerikanischen Streitkräfte gewarnt.

U.S. Vice President Mike Pence speaks during an Easter fellowship dinner at a military base in Seoul, South Korea, April 16, 2017. REUTERS/Kim Hong-Ji

Bei einem Besuch in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul verwies der Politiker am Montag auch auf Syrien und Afghanistan. In Syrien hatte Präsident Donald Trump einen Fliegerhorst der Regierungstruppen mit Marschflugkörpern angreifen lassen und in Afghanistan eine riesige Bombe im Kampf gegen islamistische Extremisten eingesetzt. “Nordkorea täte gut daran, seine Entschlossenheit oder die Stärke der US-Streitkräfte in der Region nicht zu testen”, sagte Pence.

Nordkorea hatte am Sonntag erneut eine Rakete getestet. Das Geschoss explodierte aber nach US-Erkenntnissen unmittelbar nach dem Start. Die Staatsführung in Pjöngjang ignorierte damit auch Mahnungen ihres Verbündeten China. Die Volksrepublik trägt UN-Sanktionen gegen das isolierte Land mit und scheint wegen des Verhaltens Nordkoreas zunehmend frustriert.

Am Samstag kündigte Nordkorea Vergeltungsmaßnahmen an, sollten die USA ihre “Provokationen” nicht einstellen. Bei einer Parade zum 105. Geburtstag von Staatsgründer Kim Il Sung, dem Großvater von Machthaber Kim Jong Un, präsentierte die Armee offenbar neue Langstrecken- und U-Boot-gestützte Raketen. Nordkorea provoziert seit Jahren mit verbotenen Atomtests.

VERKNÜPFUNG MIT HANDELSPOLITIK

Pence sagte Südkorea den Beistand der USA zu. Um die Sicherheit der Südkoreaner zu gewährleisten, stünden alle Optionen auf der Tagesordnung. Die Zeit der “strategischen Geduld” sei vorbei. Pence dürfte das Thema auch am Dienstag bei einem Besuch in Tokio ansprechen. Dabei werden auch seine Äußerungen zur Handelspolitik mit Spannung verfolgt.

Trump hat bereits erklärt, gegenüber China in der Handelspolitik eine weichere Linie zu vertreten, sollte die Volksrepublik ihren Einfluss in Nordkorea geltend machen. Ein Sprecher des Außenministeriums in Peking sagte, keine Seite sollte in dem Konflikt “Öl ins Feuer gießen”.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow erklärte, zwar könne man die atomaren Aktivitäten Nordkoreas nicht hinnehmen. Die USA müssten aber einseitige Schritte unterlassen. Bereits nach dem US-Angriff auf die syrischen Truppen waren die Beziehungen zwischen Ländern auf einen neuen Tiefpunkt gesunken, weil Russland einer der wichtigsten Verbündeten Syriens ist.

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