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Rechtes Regierungsbündnis in Norwegen vor Wiederwahl
12. September 2017 / 05:22 / in 2 Monaten

Rechtes Regierungsbündnis in Norwegen vor Wiederwahl

Oslo (Reuters) - In Norwegen hat sich die rechtsgerichtete Koalitionsregierung von Ministerpräsidentin Erna Solberg bei der Parlamentswahl Hochrechnungen zufolge knapp gegen die Opposition durchgesetzt.

Norway's Prime Minister Erna Solberg, her daughter Ingrid Solberg Finnes and Sgbjorn Aanes, Solberg's advisor react on the good results of Solberg's Conservative party Hoyre in Oslo, Norway September 11, 2017. NTB Scanpix/Hans Kristian Thorbjornsen via REUTERS ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. NORWAY OUT. NO COMMERCIAL OR EDITORIAL SALES IN NORWAY TPX IMAGES OF THE DAY

Die Konservativen und ihr Partner Fortschrittspartei kämen gemeinsam mit zwei verbündeten Mitte-Rechts-Parteien auf 89 der 169 Sitze im Parlament, wie die Wahlleitung am Montagabend nach Auszählung von gut der Hälfte aller Stimmen mitteilte. Es wäre das erste Mal seit 1985, dass eine konservative Regierung für eine zweite Amtszeit gewählt wird.

Nach Bekanntgabe der Zahlen fielen sich die Anhänger der Konservativen um den Hals und jubelten. Im Hauptquartier der oppositionellen Sozialdemokraten wurde es dagegen still. Umfragen hatten zuletzt 85 Sitze für die Regierung und ihre Unterstützer und 84 für den rivalisierenden Mitte-Links-Block vorhergesagt. Das Regierungsbündnis hatte zuletzt von der sinkenden Arbeitslosigkeit und der wachsenden Wirtschaft profitiert, nachdem die Opposition lange in Umfragen geführt hatte. Die Arbeitslosigkeit, die vor einem Jahr noch mit fünf Prozent so hoch war wie seit 20 Jahren nicht, ist inzwischen auf 4,3 Prozent gesunken. Zugleich ist das Verbrauchervertrauen so gut wie seit zehn Jahren nicht.

Solbergs Unterstützer vergleichen sie mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Im Wahlkampf hatte sich Solberg für Steuersenkungen zur Ankurbelung der Wirtschaft eingesetzt, während die Opposition unter Führung von Jonas Gahr Stoere von den Sozialdemokraten für Steueranhebungen für Besserverdiener zur besseren Finanzierung öffentlicher Aufgaben eintrat.

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