June 21, 2018 / 1:26 PM / a month ago

Opec-Länder nähern sich Vereinbarung über höhere Fördermengen an

Wien (Reuters) - Die Opec steuerte auf eine höhere Öl-Förderung zu.

FILE PHOTO: The logo of the Organization of the Petroleum Exporting Countries (OPEC) is seen at OPEC's headquarters in Vienna, Austria June 19, 2018. REUTERS/Leonhard Foeger/File Photo

Eine Einigung auf einen Produktionsanstieg um etwa eine Million Barrel pro Tag zeichne sich als Kompromiss ab, sagten mehrere Opec-Insider am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Dem könne auch der Iran unter gewissen Umständen zustimmen. Dessen Ölminister Bijan Zanganeh sagte, die Opec-Mitglieder, die in den vergangenen Monaten über die Maßen ihre Produktion gekürzt hätten, sollte sich an die vereinbarten Quoten halten. Die Organisation Erdöl exportierender Länder berät am Freitag in Wien über eine Erhöhung der Produktionsmengen, nachdem eine mit führenden Ölstaaten außerhalb des Kartells vereinbarte Förderbremse die Ölpreise stabilisieren konnte.

Eine höhere Produktion haben wichtige Opec-Kunden wie die USA, China und Indien gefordert. Dem saudi-arabischen Energieminister Khalid al-Falih zufolge sei eine Erhöhung um mindestens eine Million Barrel pro Tag erforderlich, um in der zweiten Jahreshälfte Knappheiten zu vermeiden.

Die Opec hatte sich vergangenes Jahr mit Gleichgesinnten wie Russland darauf geeinigt, die Produktion um 1,8 Millionen Barrel täglich zu drosseln. Grund war der gefallene Ölpreis, der 2016 zeitweise nur noch bei 27 Dollar lag. Derzeit kostete ein Fass (159 Liter) rund 73 Dollar. In den vergangenen Monaten hatten unerwartete Produktionsausfälle in Venezuela, Libyen und Angola die Sorge vor Lieferengpässen geschürt. “Ohne eine Ausweitung der Fördermenge dürften die Öllagerbestände weiter derart kräftig abgebaut werden, dass der reibungslose Betrieb der Tanklager weltweit ab Mitte 2019 gefährdet wird”, sagte der Analyst der HSH Nordbank, Jan Edelmann.

Spekulationen auf eine Ausweitung der Fördermengen durch die Opec-Staaten und ihre Partner setzten dem Ölpreis erneut zu. Die Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich am Donnerstag um bis zu 2,1 Prozent auf 73,18 Dollar je Barrel.

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