July 1, 2019 / 5:24 AM / 3 months ago

Opec-Länder werden Ölproduktion wohl weiterhin drosseln

The logo of the Organization of the Petroleum Exporting Countries (OPEC) is seen outside their headquarters in Vienna, Austria December 7, 2018. REUTERS/Leonhard Foeger

Wien/Osaka (Reuters) - Die großen Öl-Förderländer mit Ausnahme der USA werden ihre Produktion wohl auch weiterhin gedrosselt halten, um ein Abrutschen des Ölpreises zu verhindern.

Dazu soll ein Treffen am Montag und Dienstag in Wien diesen. Russland und Saudi-Arabien, die Nummer zwei und drei der Öl-Förderer hinter den USA, hatten sich bereits am Wochenende am Rande des G20-Gipfels in Osaka für eine Verlängerung der bisherigen “Förder-Bremse” bis mindestens Ende 2019, vielleicht sogar bis Ende März 2020 ausgesprochen. Die als “Opec+” bekannte Gruppe der 14 Opec-Staaten, Russland und anderer Förderländer hält ihre Produktion seit längerem um 1,2 Millionen Fass pro Tag (1 Fass = 159 Liter) gekürzt, was rund 1,2 Prozent der weltweiten Nachfrage entspricht. Damit soll ein Überangebot auf dem Ölmarkt verhindert werden, das die Preise drücken würde. Der bisherige Pakt lief am Sonntag aus.

Der russische Präsident Wladimir Putin erklärte nach einem Treffen mit den saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman in Osaka, beide Länder unterstützten eine Verlängerung der Förderbremse im bisherigen Umfang. Der Irak schloss sich dem am Sonntag an. Dies spiegele die Herausforderungen am Ölmarkt wider und werde Angebot und Nachfrage ausbalancieren, erklärte Ölminister Thamer Ghadhban.

Der Irak hat inzwischen den Iran als zweitgrößten Ölproduzenten in der Opec überholt. Die scharfen Maßnahmen der USA gegen die islamische Republik im Zuge des Streits um das iranische Atomprogramm haben dazu geführt, dass der Iran inzwischen nur noch etwa 300.000 Barrel Öl pro Tag ausführen kann, nach 2,5 Millionen noch im April 2018. Die Öl-Einnahmen sind der größte Posten im iranischen Haushalt. Ob der Iran der Verlängerung der Förder-Bremse im bisherigen Ausmaß bei dem Treffen in Wien zustimmen wird, ist unklar. Die USA als weltgrößter Ölproduzent gehören der “Opec+” nicht an.

Die Förderbremse ist seit 2017 in Kraft und wiederholt verlängert worden. Mit dem Pakt wollen die Länder den Ölpreis zumindest stabilisieren, der Anfang 2016 auf unter 30 Dollar je Fass abgestürzt war - vor allem wegen eines großen Überangebots auf dem Weltmarkt. Aktuell liegt er etwa doppelt so hoch. Dabei schwankte er zuletzt deutlich, weil es einerseits Sorgen vor einer Abschwächung der Weltwirtschaft gibt, zum anderen aber der zuletzt auch auf das Militär ausgeweitete Streit zwischen den USA und dem Iran bei Experten die Frage der Versorgungssicherheit aufkommen ließ.

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