July 28, 2010 / 10:19 AM / 8 years ago

Alle 152 Insassen bei Airbus-Absturz in Pakistan getötet

Rescue workers search the site of the crash of an Airblue passenger plane on the outskirts of Islamabad July 28, 2010. REUTERS/Mehdi Shah

Islamabad (Reuters) - Bei heftigem Monsun-Regen ist am Mittwoch nahe der pakistanischen Hauptstadt Islamabad ein Airbus A321 mit 152 Menschen an Bord abgestürzt.

Es gebe keine Überlebenden, sagte ein Vertreter der Stadtverwaltung von Islamabad. Die Maschine der Fluggesellschaft Airblue kam aus der Hafenstadt Karachi und hatte nach offiziellen Angaben 146 Passagiere sowie sechs Besatzungsmitglieder an Bord. Es war das schwerste Unglück in der pakistanischen Luftfahrtgeschichte.

Das Flugzeug zerschellte kurz vor Islamabad an einem Hügel. Die bewaldete Gegend ist nur schwer zugänglich, Straßen führen nicht dorthin. Das erschwerte die Bergungsbemühungen. Helfer mussten mit bloßen Händen die Opfer aus den teilweise noch brennenden Trümmern der Maschine ziehen. Über dem Absturzort hingen schwarze Rauchwolken. Feuer und Rauch erschwerten die Rettungs- und Bergungsarbeiten, sagte ein Polizist. “Überall liegen Tote”, berichtete er. Aber man finde kaum unversehrte Leichen. Die Helfer sammelten Leichenteile zusammen und steckten sie in Säcke. Nach Angaben der Stadtverwaltung können die Leichen nur per Hubschrauber abtransportiert werden. Der Regen behindere aber auch die Arbeit mit den Helikoptern.

Die Unglücksstelle in den Margalla-Hügeln liegt direkt vor der Stadt. Den aufsteigenden Rauch konnte man von vielen Stellen Islamabads sehen. Menschen liefen auf den Straßen zusammen und blickten zu dem Hügel, der in eine Rauchwolke gehüllt war. “Es hat geregnet”, sagte ein Mann, der in der Nähe arbeitete. “Ich hab aus meinem Bürofenster das Flugzeug gesehen; es flog sehr niedrig.” Das Fernsehen zeigte, wie sich Retter zu Fuß den Weg zum Absturzort bahnten.

Es ist Monsun-Zeit, und in der Region von Islamabad regnete es bereits seit Tagen sehr stark. “Wenn die Sicht auf die Landebahn so schlecht war, dann hätte sie (die Maschine) umgeleitet werden müssen”, sagte Innenminister Rehman Malik. Verteidigungsminister Ahmed Mukhatar sagte, der Tower des Flughafens sei versiegelt worden. Die Flugschreiber der Maschine würden untersucht, ebenso der Funkverkehr zwischen dem Tower und den Piloten. Am Flughafen sagte ein auf seinen Abflug wartender Mann, es sei kein Wunder, dass die Maschine abgestürzt sei. “Das Wetter ist zum Fliegen zu schlecht.”

Der europäische Flugzeugbauer EADS bestätigte, dass es sich bei der Unglücksmaschine um einen Airbus handelte. Nähere Angaben machte der Konzern zunächst nicht. Zum ersten Mal wurde eine A321 in einen Vorfall mit tödlichem Ausgang verwickelt.

Airblue gibt es erst seit 2004. Die Flotte der Gesellschaft besteht nach Informationen von ihrer Internetseite www.airblue.com aus den Airbus-Typen A320 und A321.

0 : 0
  • narrow-browser-and-phone
  • medium-browser-and-portrait-tablet
  • landscape-tablet
  • medium-wide-browser
  • wide-browser-and-larger
  • medium-browser-and-landscape-tablet
  • medium-wide-browser-and-larger
  • above-phone
  • portrait-tablet-and-above
  • above-portrait-tablet
  • landscape-tablet-and-above
  • landscape-tablet-and-medium-wide-browser
  • portrait-tablet-and-below
  • landscape-tablet-and-below