for-phone-onlyfor-tablet-portrait-upfor-tablet-landscape-upfor-desktop-upfor-wide-desktop-up
Weltnachrichten

Verletzte bei antifranzösischen Protesten in Pakistan

Supporters of religious and political party Tehreek-e-Labaik Pakistan (TLP) march during a protest against the cartoon publications of Prophet Mohammad in France and comments by the French President Emmanuel Macron, in Karachi, Pakistan November 7, 2020. REUTERS/Akhtar Soomro

Rawalpindi (Reuters) - Bei neuen antifranzösischen Protesten im Karikaturen-Streit sind in Pakistan mehrere Menschen verletzt worden.

Die Gewalt brach am Montag nach einer Demonstration der islamischen Partei Tehrik-i-Labaik Pakistan (TLP) auf der Hauptstraße nach Islamabad aus. Ein Polizist sprach von 2000 Teilnehmern, die mit Steinen und Ästen auf die Beamten losgegangen seien. Einige hätten in Sprechchören gefordert, Gotteslästerer zu enthaupten. TLP-Vizepräsident Zaheer-ul-Hasan sprach in einer Video-Erklärung von mehreren verletzten Demonstranten. Er forderte die Regierung auf, den französischen Botschafter auszuweisen. Die Verwaltung der Hauptstadt sperrte Zufahrtsstraßen ab und schaltete das Mobilfunknetz aus.

Nach den jüngsten islamistischen Anschlägen in Paris hat die französische Regierung ein hartes Vorgehen gegen den radikalen Islam angekündigt. Präsident Emmanuel Macron hält gleichzeitig an der Meinungsfreiheit und damit der Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen fest. In der Folge ist es in mehreren asiatischen Staaten - darunter auch Bangladesch - zu antifranzösischen Demonstrationen gekommen. In Pakistan bricht bei Vorwürfen der Gotteslästerung immer wieder Gewalt aus. Vor drei Jahren starben mindestens sieben Menschen bei Protesten der TLP gegen eine Gesetzesänderung, die als blasphemisch gesehen wurde. In Pakistan steht auf die Beleidigung des Propheten Mohammed die Todesstrafe.

for-phone-onlyfor-tablet-portrait-upfor-tablet-landscape-upfor-desktop-upfor-wide-desktop-up