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Weltnachrichten

Erneut Proteste in Peru gegen Präsidentensturz - "Wir sind alle sehr wütend"

Demonstrators clash with police during protests following the impeachment of President Martin Vizcarra, in Lima, Peru November 12, 2020. REUTERS/Sebastian Castaneda

Lima (Reuters) - Bei Protesten in Peru gegen die Absetzung von Präsident Martin Vizcarra ist es erneut zu gewaltsamen Zusammenstößen gekommen.

Die Bereitschaftspolizei setzte am Donnerstagabend (Ortszeit) in der Hauptstadt Lima Tränengas ein, um die Menschenmassen zu zerstreuen. Vizcarra, ein unabhängiger und bei den Wählern beliebter Politiker der Mitte, war am Montag in einem Amtsenthebungsverfahren wegen angeblicher Bestechung gestürzt worden. Er bestreitet die Anschuldigung.

Die Proteste in der Hauptstadt und in anderen Städten üben Druck auf einen zersplitterten Kongress und die neue Regierung von Manuel Merino aus. “Ganz Peru ist in Aufregung, wir sind alle sehr wütend”, sagte Demonstrant Jose Vega in Lima. Dort trugen einige Transparente, auf denen Merino mit der Corona-Pandemie verglichen wurde. Internationale Menschenrechtsgruppen äußerten sich besorgt über die Anwendung von Gewalt durch die Polizei gegen Demonstranten. Die Organisation Amerikanischer Staaten forderte das peruanische Verfassungsgericht auf, für Klarheit zu sorgen.

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