November 11, 2013 / 6:53 AM / 6 years ago

Taifunopfer auf Philippinen warten verzweifelt auf Hilfe

A cargo ship washed ashore is seen four days after super typhoon Haiyan hit Anibong town, Tacloban city, central Philippines November 11, 2013. Dazed survivors of a super typhoon that swept through the central Philippines killing an estimated 10,000 people begged for help and scavenged for food, water and medicine on Monday, threatening to overwhelm military and rescue resources. REUTERS/Romeo Ranoco

Tacloban (Reuters) - Nach dem verheerenden Taifun auf den Philippinen mit vermutlich deutlich mehr als Zehntausend Toten warten die Überlebenden verzweifelt auf Hilfe.

Mehr als eine halbe Million Menschen im ganzen Land verloren ihre Häuser oder mussten fliehen, wie die Vereinten Nationen (UN) bekanntgaben. Viele davon hatten auch am dritten Tag nach dem Taifun “Haiyan” keinen Zugang zu Lebensmitteln, Trinkwasser oder Medikamenten. Von dem Sturm insgesamt betroffen sind nach UN-Angaben etwa 9,5 Millionen Menschen.

In der Küstenstadt Tacloban, die der Taifun besonders hart traf, verwesten am Montag bei Temperaturen von mehr als 30 Grad die herumliegenden Leichen in den Straßen. Etwa 300 Soldaten waren im Einsatz, um Plünderungen zu unterbinden. Den wegen des schweren Erdbebens im Oktober ohnehin strapazierten Rettungskräften droht zunehmend die Überforderung. Nur drei Transportflugzeuge des Militärs waren vom nahe gelegenen Flughafen in Cebu aus im Einsatz, um das Katastrophengebiet mit dem Nötigsten zu versorgen. Auch aus Deutschland schickten Hilfsorganisationen Tausende Decken und Planen für Notunterkünfte. Hilfszusagen kamen zudem aus den USA.

Die philippinische Regierung hat die am Wochenende kursierende Totenzahl von etwa 10.000 bislang nicht kommentiert. Die offiziell bestätigte Zahl liegt bei 492, gilt aber als unwahrscheinlich. Experten sagten, es gebe keinen Überblick, weil die Kommunikationssysteme zumeist nicht funktionierten. Der Polizeichef der Provinz Leyte, Elmer Soria, sagte örtlichen Medien, viele Orte entlang der Küsten seien von Rettungskräften noch gar nicht erreicht worden. Daher sei zu befürchten, dass es mehr als 10.000 Tote geben werde. Die Aufräumarbeiten könnten in den nächsten Tagen von weiteren Regenfällen erschwert werden. Ab Dienstag sind heftige Niederschläge vorhergesagt.

Der Sturm war am Freitag mit Windstärken von mehr als 300 Kilometern pro Stunde über den Inselstaat in Südostasien hinweggefegt. Er ist damit einer der stärksten Taifune, die jemals auf Land trafen. Viele verglichen den Sturm, der heftige Wassermassen bewegte, mit dem Tsunami aus dem Jahr 2004 im Indischen Ozean. Mittlerweile bewegt sich der Sturm auf Vietnam zu.

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