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Hurrikan "Maria" lässt Puerto Rico im Dunkeln zurück
21. September 2017 / 06:22 / vor einem Monat

Hurrikan "Maria" lässt Puerto Rico im Dunkeln zurück

San Juan (Reuters) - Hurrikan “Maria” hinterlässt in der Karibik eine Spur der Zerstörung.

A man tries to salvage a table belonging to his restaurant before the arrival of Hurricane Maria in Punta Cana, Dominican Republic, September 20, 2017. REUTERS/Ricardo Rojas TPX IMAGES OF THE DAY

Der schwerste Sturm seit fast 90 Jahren kappte am Mittwoch die gesamte Stromversorgung auf Puerto Rico und führte zu Überschwemmungen. Danach zog der Wirbelsturm mit Windgeschwindigkeiten bis zu 250 km/h an der Dominikanischen Republik vorbei. Die Ausläufer brachten der Karibikinsel starken Regen und Wind. Noch am Donnerstag sollte “Maria” die Bahamas erreichen. Bisher gilt es als unwahrscheinlich, dass auch das US-Festland getroffen wird. In der ohnehin in dieser Hurrikan-Saison stark gebeutelten Region sind zehn Menschen durch “Maria” ums Leben gekommen. Erst Anfang September hatte mit “Irma” einer der stärksten Atlantikstürme gewütet und 84 Menschen das Leben gekostet. Damals war auch Florida betroffen.

Auf der zu den USA gehörenden Insel Puerto Rico wurden zahllose Dächer abgedeckt. Straßen verwandelten sich in reißende Flüsse. In der Altstadt der Hauptstadt San Juan fielen Balkone auf die Straßen, Laternen und Bäume stürzen um. Gouverneur Ricardo Rossello sagte, es könne Monate dauern, bis die Stromversorgung auf der ganzen Insel mit ihren 3,4 Millionen Einwohnern wiederhergestellt sei. “Es ist ein riesiges Desaster.” Durch den Wirbelsturm kam auf Puerto Rico ein Mann ums Leben, der von einem durch die Luft geschleuderten Holzteil getroffen wurde. Die Behörden rechnen damit, dass die Insel noch bis Freitag von heftigen Regenfällen heimgesucht wird. Der Wiederaufbau dürfte durch die finanziellen Probleme des US-Territoriums erschwert werden, das im Mai ein spezielles Konkursverfahren beantragt hatte.

“Maria” verlor an Land über Puerto Rico an Stärke, legte aber über dem Atlantik wieder zu. Zuvor hatte der Wirbelsturm auf den Inseln Guadeloupe, St. Croix und Dominica - eines der ärmsten Länder in der Region - für Zerstörungen gesorgt. Auf Dominica wurden nach UN-Angaben etwa 95 Prozent aller Dächer zerstört.

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