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REUTERS-MARKTTECHNIK - GASTBEITRAG - Helaba zum Dax
4. September 2017 / 08:41 / in 3 Monaten

REUTERS-MARKTTECHNIK - GASTBEITRAG - Helaba zum Dax

04. Sep - Christian Schmidt, Helaba, Frankfurt “DAX - Langfristtrend im Risiko Der deutsche Leitindex hat den Monat August und damit den dritten Monat in Folge mit einem Verlust abgeschlossen. Letztmals war eine derartige Verluststrecke im Jahr 2015 (April, Mai, Juni) zu beobachten. Nicht allein deshalb wird deutlich, dass sich der DAX in schwierigem Fahrwasser bewegt. Beim Blick auf den Monatschart wird diese Konstellation besonders deutlich. Zunächst wurde mit den Kursverlusten im Juni eine obere Wendeformation abgeschlossen, deren Hochpunkt (12.951) knapp unterhalb der oberen Begrenzung eines linearen Regressionskanals (13.080) sowie der Median Line der ”Andrews‘ Pitchfork“ (13.130) ausgebildet wurde. Die beiden letztgenannten Analysetools werden direkt von der Marktstruktur abgeleitet und sind nicht zuletzt deshalb von großer Bedeutung für zukünftige Bewegungen. Nahezu folgerichtig endete der erste Abwärtsimpuls zunächst innerhalb der Zone von 11.850/11.997 Zählern. Dieser Bereich war durch die Lower Median Line (LML) der ”Gabel“, sowie einem Fibonacci-Retracement definiert. Häufig, wie aktuell geschehen, wirken diese Marken zunächst als potenzielle Reversal-Points. Im weiteren Verlauf wird an dieser Stelle auch die Frage nach dem übergeordneten Trend gestellt. Wird die LML (11.912) unterschritten, würde dieser negativ. Zuvor würde der DAX bereits unter die vielbeachtete 200-Tagelinie (11.996) abrutschen, wenngleich ein gültiges Verkaufssignal erst mit einem Richtungswechsel des Durchschnitts (dieser steigt derzeit mit täglich 6 Punkten an) ausgelöst würde. Somit steht die Frage nach der Wahrscheinlichkeit, ob es möglicherweise zu einem Richtungswechsel des Haupttrends kommt, im Raum. Ein erster Test des 200-Tage-SMA verlief erfolgreich, in der Regel muss einem zweiten oder auch einem dritten Anlauf eine höhere Erfolgschance eingeräumt werden. Marktteilnehmer, welche das reduzierte Niveau zum Einstieg nutzten würden aus dem Markt gedrängt und Stoppverkäufe den Abgabedruck weiter erhöhen. Saisonale Effekte sowie das strukturell angeschlagene Bild bei den DAX-Komponenten (70 % der Titel weisen einen negativen Mittelfristtrend auf), unterdurchschnittliche Handelsumsätze während der Erholungsbewegung und mehrheitlich erkennbare Schwächen bei verschiedene Indikatoren machen deutlich, dass die Abwärtsrisiken überwiegen. Erfolgt ein nachhaltiger Rutsch unter den skizzierten Unterstützungsbereich, lassen sich die nächsten Kursziele bei 11.834, 11.663 und 11.479 Zählern definieren. Der Vollständigkeit halber sollen die Widerstände bei 12.154, 12.215, 12.250 und 12.316 Punkten nicht unerwähnt bleiben.” Christian Schmidt, arbeitet als Technischer Analyst im Floor Research der Helaba

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