July 21, 2008 / 1:54 PM / in 12 years

Aluminiumpreis auf Talfahrt - Öl wieder teurer

Frankfurt (Reuters) - Ein Überangebot an Aluminium hat am Montag den Preis für das Basismetall belastet.

In London kostete eine Tonne des Metalls, das unter anderem bei der Herstellung von Autos und Flugzeugen eingesetzt wird, zeitweise nur noch wenig mehr als 3000 Dollar die Tonne. Damit notierte der Preis auf einem Fünf-Wochen-Tief. Schon am Freitag war der Aluminiumpreis unter Druck gekommen und hatte drei Prozent auf unter 3100 Dollar verloren.

“Die Investoren haben seit Jahresanfang von möglichen Produktionsausfällen gesprochen. Aber die Realität ist, dass wir ein Überangebot haben, und es wird dieses Jahr kein Defizit geben”, sagte ein Analyst in Shanghai. Seit Jahresanfang ist der Aluminiumpreis um rund 25 Prozent auf ein Allzeithoch von 3380 Dollar Anfang Juli gestiegen. Die an der Londoner Börse gemeldeten Vorräte kletterten um 4975 Tonnen auf über 1,1 Millionen Tonnen. Die Preise für die übrigen Basismetalle zogen dagegen an. Kupfer verteuerte sich um 0,7 Prozent auf 8165 Dollar je Tonne, Zink um rund ein Prozent und Blei um über drei Prozent.

Die Preise für Edelmetalle zogen ebenfalls an. Gold verteuerte sich um rund ein Prozent auf 963,90 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm), Silber und Platin stiegen ebenfalls um je ein Prozent.

Der Ölpreis, der in der vergangenen Woche unter 130 Dollar gerutscht war, zog am Montag leicht an. Mit 131,49 Dollar kostete ein Fass US-Leichtöl der Sorte WTI am frühen Nachmittag zwei Prozent mehr als am Freitagabend. Das Fass Nordseeöl verteuerte sich wieder um 1,8 Prozent auf 132,58 Dollar.

Händler sagten, der andauernde Streit zwischen dem Westen und dem Iran um das Atomprogramm der Regierung in Teheran habe einige Investoren zu Käufen bewegt. US-Außenministerin Condoleezza Rice verlangte am Wochenende eine klare Antwort des Iran auf das jüngste Anreizpaket des Westens innerhalb der nächsten zwei Wochen. Falls der Iran bis dahin keine ernsthafte Antwort gebe, müsste er mit weiteren Sanktionen rechnen, warnte Rice. Ein mit Spannung erwartete Gespräch in Genf war am Samstag trotz der erstmaligen Teilnahme eines hochrangigen US-Diplomaten ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen. “Das Ergebnis des Genfer Treffens mit dem Iran war eine ziemliche Enttäuschung, und das ist der Hauptgrund für den Preisanstieg heute früh”, erklärte David Moore, Rohstoffanalyst bei der Bank of Australia in Sydney. Viele Investoren hätten sich am Freitag von dem Treffen mehr erhofft.

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