February 26, 2015 / 3:49 PM / 5 years ago

Rumäniens Präsident sieht kein "ungarisches Problem"

Romanian President Klaus Iohannis and German Chancellor Angela Merkel address a news conference at the Chancellery in Berlin, February 26, 2015. REUTERS/Fabrizio Bensch (GERMANY - Tags: POLITICS) - RTR4R9ZH

Berlin (Reuters) - Rumäniens Präsident Klaus Iohannis hat jeden Vertretungsanspruch Ungarns für die ungarische Minderheit in Rumänien zurückgewiesen.

“Ich kann Ihnen versichern, es gibt in Rumänien kein ungarisches Problem”, sagte Iohannis am Donnerstag nach einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin. Hintergrund sind wiederholte Äußerungen des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban, die Interessen der ungarischen Minderheiten im Ausland stärker vertreten zu wollen.

“Wir fühlen uns in Rumänien dadurch nicht bedroht”, sagte Iohannis. “Aber wir sind natürlich sehr aufmerksam, wenn ein Nachbarstaat ein derart hohes Interesse für eine Minderheit an den Tag legt.” Er selbst habe ausreichend Kontakte zu denjenigen rumänischen Politikern, die die ungarische Minderheit vertreten, sagte der deutschstämmige Präsident.

Orbans Vertretungsanspruch für Auslandsungarn hatte vor allem im vergangenen Jahr für Nervosität in den Vielvölkerstaaten in Südosteuropa gesorgt. Auch Russland hat sein Eingreifen in der Ukraine mit dem vermeintlichen Schutzbedürfnis der russischen Minderheit dort begründet. In Rumänien leben mehr als eine Million Menschen mit ungarischen Wurzeln.

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